Kretschmer zu Corona-Maßnahmen in Sachsen: "Es geht darum, diese Welle zu brechen"

Dresden - Was bringen die derzeitigen Corona-Maßnahmen in Sachsen? Ministerpräsident Michael Kretschmer (46, CDU) hat ein Zwischenfazit zum aktuellen "Wellenbrecher-Lockdown" gezogen.

Michael Kretschmer (46, CDU) ist von der Wirksamkeit der bisherigen Corona-Maßnahmen größtenteils überzeugt.
Michael Kretschmer (46, CDU) ist von der Wirksamkeit der bisherigen Corona-Maßnahmen größtenteils überzeugt.  © Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

Die Pandemie zerre nach wie vor an den Nerven, sagte Kretschmer. Es müsse doch endlich mal zu Ende sein, so die Sorge vieler Sachsen.

"Es ist klar, dass das Impfen die eigentliche Lösung für diese Pandemie ist", sagte der Ministerpräsident in einer aktuellen Diskussionsrunde und verwies auch auf die ansteckende Delta-Variante des Coronavirus.

Der CDU-Politiker sprach von den knappen Krankenhauskapazitäten in "dramatischer Größenordnung" und lobte die anderen Bundesländer, die Patienten aus Sachsen aufnehmen und die Krankenhäuser im Freistaat damit entlasten würden.

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Michael Kretschmer Kretschmer gegen Parteiausschluss Maaßens

Doch haben die bisherigen Maßnahmen nun gewirkt oder nicht?

"Es waren insgesamt harte Entscheidungen, die aber notwendig sind", betonte Kretschmer und meinte, dass der Wellenbrecher nicht zuletzt deshalb wichtig sei, um einen Kollaps des sächsischen Gesundheitssystems zu vermeiden.

"Jetzt geht es darum, diese Welle zu brechen, die auch auf die Krankenhäuser immer noch zuläuft", sagte Kretschmer und äußerte sich positiv über die harte und unermüdliche Arbeit der Menschen im Gesundheitssektor.

"Wir haben dafür gesorgt, dass die 2G-Regel in vielen Bereichen gilt. Man muss versuchen, das medizinisch Notwendige zu tun und die vierte Welle zu brechen", so der Ministerpräsident.

Michael Kretschmer zieht optimistisches Zwischenfazit zum Wellenbrecher-Lockdown

Kretschmer betonte auch, dass eine endgültige Bewertung zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht möglich sei. Hinsichtlich der Wirksamkeit der Maßnahmen zeigte er sich jedoch optimistisch - ihr volles Potenzial könnten diese aber nur dann entfalten, wenn die Bevölkerung entsprechend mitziehe.

Die Eigenverantwortung der Sachsen läge entsprechend darin, möglichst zu Hause zu bleiben, Kontakte zu reduzieren und das Impfangebot im Freistaat wahrzunehmen.

Sachsens Gesundheitsministerin Petra Köpping (63, SPD) kam ebenfalls zu Wort. Sie rief abermals zum Impfen auf und lobte die Arbeit der sächsischen Kliniken, aber auch die der vielen Menschen im ehrenamtlichen Bereich.

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