Kretschmer zur Hochwasser-Katastrophe: Sachsen schickt Hilfe

Dresden - Sachsen schickt Ausstattung für Notunterkünfte in die Katastrophenregion Rheinland-Pfalz und wirbt um Spenden für die Betroffenen des verheerenden Hochwassers dort und in Nordrhein-Westfalen.

Michael Kretschmer (46, CDU), Ministerpräsident von Sachsen, äußert sich im Penck Hotel zur Hochwassersituation in Deutschland und der Unterstützung aus Sachsen.
Michael Kretschmer (46, CDU), Ministerpräsident von Sachsen, äußert sich im Penck Hotel zur Hochwassersituation in Deutschland und der Unterstützung aus Sachsen.  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Nach Angaben des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) vom Freitag gehen 1500 Feldbetten und entsprechendes Personal auf den Weg – sie sollen in der Nacht ankommen.

Auch die Gerätewagenversorgung zur Trinkwasserabgabe sowie die dafür ausgebildeten Katastrophenschutzhelfer stünden bereit.

Ministerpräsident Michael Kretschmer (46, CDU) rief die Menschen im Freistaat auch unter Verweis auf die Solidarität aus ganz Deutschland bei der Flutkatastrophe 2002 dazu auf, zu helfen.

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"In dieser schweren Stunde hält Deutschland zusammen und wir als Sachsen wollen unseren Beitrag dazu leisten."

Jetzt liege es an den Ländern, die Hilfe abzurufen - von Sandsäcken über Versorgung bis zu einer anderen Infrastruktur für die Kommunikation.

Die Dramatik sei so groß, "dass alle an ihrer Stelle tun müssen was sie können".

"Solidarität darf keine Einbahnstraße sein."

Ein Gartenzaun liegt im Wasser in Heimerzheim. Unwetter hatten am Mittwoch in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz ganze Landstriche verwüstet.
Ein Gartenzaun liegt im Wasser in Heimerzheim. Unwetter hatten am Mittwoch in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz ganze Landstriche verwüstet.  © Fabian Strauch/dpa

Auch die sächsischen Kommunen stehen bereit, ihre Partner und Kollegen zu unterstützen, die Länder sind um Koordination dieser Hilfe gebeten, sagte der Präsident des Sächsischen Städte- und Gemeindetages, Bert Wendsche (57, CDU).

"Solidarität darf keine Einbahnstraße sein."

Viele Bürgermeister und Landräte hätten bereits ihre Feuerwehren aktiviert, mit Fahrzeugen und Feuerwehrleuten.

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Unwetter hatten am Mittwoch in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz ganze Landstriche verwüstet, Orte von der Außenwelt abgeschnitten und Häuser weggespült (TAG24 berichtete).

Nach derzeitigem Stand sind mindestens 93 Menschen wegen der Wassermassen ums Leben gekommen. In Rheinland-Pfalz werden noch Dutzende Menschen vermisst.

Auch die Rettungskräfte der Bundeswehr in Sachsen sind derzeit in Ahrweiler tätig

Die Flutkatastrophe 2002 hatte in Sachsen ganze Landstriche verwüstet und 21 Menschen das Leben gekostet. Damals hatten Hilfsorganisationen Mitarbeiter nach Sachsen geschickt und viele freiwillige Helfer die Rettungsaktionen und später den Wiederaufbau unterstützt.

Titelfoto: Bildmontage: Fabian Strauch/dpa & Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

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