Kretschmer spricht über Lockerungen: Öffnen Friseure und Kosmetiker im Februar?

Dresden - Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (45, CDU) hat sich für den Fall von Corona-Lockerungen für eine Öffnung der Friseurläden und Kosmetiksalons ausgesprochen.

Sachsens Friseure mussten im Dezember wieder schließen. Kretschmer spricht sich dafür aus, körpernahe Dienstleistungen im Februar wieder zu öffnen.
Sachsens Friseure mussten im Dezember wieder schließen. Kretschmer spricht sich dafür aus, körpernahe Dienstleistungen im Februar wieder zu öffnen.  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Man überlege einen Stufenplan für Lockerungen, sagte er am Mittwoch dem Nachrichtensender "Welt": "Aus meiner Sicht muss es mit den körpernahen Dienstleistungen, den Friseuren, den Kosmetikern, auch im Februar wieder weitergehen."

Dabei sei das Tragen einer FFP2-Maske - so wie in den sächsischen Pflegeheimen vorgeschrieben - vorstellbar. "Es ist klar, dass eine FFP2-Maske mehr Schutz bietet als der einfache Mund-Nasen-Schutz."

Kretschmer zufolge geht es jetzt darum, die Nerven zu behalten und ruhig zu bleiben: "Ich höre jetzt schon wieder die Forderungen nach mehr Lockerungen. Das können wir derzeit nicht machen."

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Man müsse erst wieder runter auf einen Inzidenzwert zwischen 50 und 100.

Auch die Mutationen des Virus gelte es im Blick zu behalten: "Vorsicht an der Bahnsteigkante - auch wenn die Ungeduld wächst - ist das Wichtigste in dieser Pandemie."

Kretschmer zur FFP2-Maskenpflicht: Die Maske muss bezahlbar sein!

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (45, CDU) spricht sich zunächst gegen eine FFP2-Maskenpflicht aus. Diese sei nur denkbar, wenn sie bezahlbar ist.
Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (45, CDU) spricht sich zunächst gegen eine FFP2-Maskenpflicht aus. Diese sei nur denkbar, wenn sie bezahlbar ist.  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Das A und O sei derzeit Kontaktvermeidung und Abstand. "Das ist der Plan A. Alles andere ist Plan B", sagte Kretschmer mit Blick auf die in Bayern beschlossene Pflicht zum Tragen einer FFP-2-Maske im Nahverkehr und im Einzelhandel (TAG24 berichtete).

Wenn man genügend dieser Masken habe, die für jeden erschwinglich sind, könne man auch über so etwas sprechen: "Ich sehe das derzeit noch nicht."

Deshalb sei das noch kein Mittel, das man in ganz Deutschland an jeder Stelle so einsetzen kann.

Titelfoto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

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