Nanu? Was macht Ministerpräsident Kretschmer denn beim Tätowierer?

Dresden - Ein ungewöhnlicher Facebook-Post von Sachsens Regierungs-Chef Michael Kretschmer (45, CDU) lässt aufhorchen. Doch keine Sorge - der "MP" lässt sich weder Herz noch Schlange auf den Oberarm stechen. Er will nur reden...

Ein seltenes Bild: Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (45, CDU, r.) beim Tätowierer im Dresdner Barockviertel.
Ein seltenes Bild: Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (45, CDU, r.) beim Tätowierer im Dresdner Barockviertel.  © facebook.com/MP.Michael.Kretschmer

Kretschmer hatte am Montag spontan das Tattoo- und Handelsgüter-Studio "Kurt und Erika" von Sven Ehmann besucht.

In 1-A-Lage im Dresdner Barockviertel hörte sich der MP die Sorgen und Existenzängste des Unternehmers an.

Auf Facebook schrieb er danach sichtlich beeindruckt: "Unternehmer und Inhaber sind stolze und tatkräftige Persönlichkeiten. Sie wollen keine Hilfe durch den Staat. Sie wollen anpacken und ihren Lebensunterhalt selbst verdienen - für sich, ihre Familien und ihre Angestellten."

"Ich weiß, wie sehr es schmerzt, dass das momentan für viele nicht möglich ist und wie belastend die Sorgen und die Unsicherheit sind", stellte der Ministerpräsident klar.

Kretschmer zeigte sich begeistert von Dresdner Tattoo-Studio

Sven Ehmann bietet in seinem Geschäft "Erika und Kurt" auf der Rähnitzgasse seit 2018 Handelsgüter und Tätowierungen an.
Sven Ehmann bietet in seinem Geschäft "Erika und Kurt" auf der Rähnitzgasse seit 2018 Handelsgüter und Tätowierungen an.  © Holm Helis

Dem Besuch war ein Facebook-Brief Ehmanns an den MP vorausgegangen, in dem er ihm die schwierige wirtschaftliche Lage vieler Einzelhändler in der Pandemie schilderte. Einen Tag später saß Kretschmer beim Tätowierer am Tisch.

Und der CDU-Politiker war begeistert: "Das Geschäft von Sven Ehmann ist ein echter Hingucker. Nachdem er mir gestern bei Facebook geschrieben hat, um mir die schwierige wirtschaftliche Lage vieler Einzelhändler in der Pandemie persönlich zu schildern, habe ich ihm vorhin einen Besuch abgestattet", erklärte Sachsens Regierungschef in seinem Post.

Bereits im Dezember hatte Ehmann in einer Online-Petition auf der Plattform "OpenPetition" für die Öffnung der sächsischen Tattoo- und Piercingstudios fast 3000 Unterschriften gesammelt.

Titelfoto: facebook.com/MP.Michael.Kretschmer

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