Ministerpräsident Kretschmer für mehr Freiheiten schon nach erster AstraZeneca-Dosis

Dresden - Der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer (46, CDU) fordert mehr Freiheiten beim Reisen auch für Bürger, die bisher nur eine erste Dosis des Corona-Impfstoffs AstraZeneca erhalten haben.

Der Corona-Impfstoff von AstraZeneca darf inzwischen ohne Priorisierung geimpft werden.
Der Corona-Impfstoff von AstraZeneca darf inzwischen ohne Priorisierung geimpft werden.  © Stefan Sauer/dpa

"Wir alle wollen in den Sommerurlaub fahren. Eine Erleichterung kann ich mir sehr gut vorstellen: Wer mit AstraZeneca geimpft wird, sollte schon drei Wochen nach der ersten Dosis mehr Freiheiten bekommen", sagte Kretschmer der Berliner Morgenpost.

Damit würde man sich an Österreich orientieren. "Der Schutz ist schon nach der ersten AstraZeneca-Impfung sehr gut."

Für den Impfstoff von AstraZeneca ist nach einem Beschluss von Bund und Ländern die Priorisierung mit einer festen Reihenfolge inzwischen aufgehoben worden.

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In Absprache mit dem Arzt kann man auch frei entscheiden, wann in der zugelassenen Spanne von vier bis zwölf Wochen die AstraZeneca-Zweitimpfung erfolgen soll.

Der volle Impfschutz wird erst nach der zweiten Impfung erreicht.

Wartezeit von drei Monaten zwischen erster und zweiter Astrazeneca-Impfung empfohlen

Michael Kretschmer (46, CDU) will den Sommerurlaub für Erstgeimpfte erleichtern.
Michael Kretschmer (46, CDU) will den Sommerurlaub für Erstgeimpfte erleichtern.  © Peter Endig/dpa-Zentralbild/dpa

Die Impfkommission empfiehlt für das Präparat einen Abstand von 12 Wochen zwischen erster und zweiter Dosis.

Hintergrund sind Beobachtungen, dass der längere Abstand zu einer besseren Wirksamkeit führt.

Die Wirksamkeit einer zweimaligen Impfung im Abstand von vier bis acht Wochen liege laut einem Bericht der europäischen Zulassungsbehörde EMA bei 50,4 Prozent.

Bei zwölf und mehr Wochen steige sie auf 72,1 Prozent bis 82,4 Prozent an.

Titelfoto: Peter Endig/dpa-Zentralbild/dpa

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