"Zögern wird bestraft": Kretschmer fordert Bund-Länder-Gipfel mit flächendeckenden Maßnahmen

Dresden - Der sächsische Regierungschef Michael Kretschmer (46, CDU) fordert eine schnellstmögliche Bund-Länder-Konferenz zu Corona noch vor dem für 9. Dezember geplanten Termin.

Michael Kretschmer (46, CDU) drängt auf eine Bund-Länder-Konferenz noch vor dem am 9. Dezember geplanten Termin.
Michael Kretschmer (46, CDU) drängt auf eine Bund-Länder-Konferenz noch vor dem am 9. Dezember geplanten Termin.  © Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

"Zögern wird bestraft", sagte er am Freitag dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). Die neue Südafrika-Variante des Virus verschärfe noch die Lage: "Wir brauchen nun umso dringlicher bundeseinheitliche Regelungen im Kampf gegen dieses aggressive Virus. Die derzeit möglichen Maßnahmen reichen dafür nicht aus. Hier besteht dringender Abstimmungs- und Handlungsbedarf und dieser kann keine 14 Tage mehr warten."

Kretschmer zufolge ist jetzt "ein flächendeckendes, einheitliches Vorgehen - in ganz Deutschland" erforderlich.

Dazu gehörten Kontaktbeschränkungen und eine große Beruhigung des öffentlichen Lebens. Die vierte Welle werde "alles in den Schatten stellen, was wir bisher erlebt haben".

Kretschmer gegen Parteiausschluss Maaßens
Michael Kretschmer Kretschmer gegen Parteiausschluss Maaßens

"Wir müssen das öffentliche und das wirtschaftliche Leben so weit es geht zurückfahren und betroffene Unternehmen finanziell unterstützen", sagte Kretschmer.

Er hatte schon in den vergangenen Tagen wiederholt darauf hingewiesen, dass man neue Instrumente brauche. In Sachsen gilt seit Wochenbeginn eine Notfallverordnung mit erheblichen Einschränkungen für die Bürger.

Titelfoto: Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

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