Nach Trumps schroffer Beleidigung: So reagiert Joe Biden

USA - Das wollte Joe Biden nicht auf sich sitzen lassen: Nachdem Donald Trump kürzlich die rhetorischen und kognitiven Fähigkeiten seines Kontrahenten kritisierte (TAG24 berichtete), schlug dieser nun zurück.

Joe Biden (r), designierter Kandidat der Demokraten, tritt am 3. November 2020 gegen den amtierenden US-Präsidenten Donald Trump an.
Joe Biden (r), designierter Kandidat der Demokraten, tritt am 3. November 2020 gegen den amtierenden US-Präsidenten Donald Trump an.  © Brian Cahn/ZUMA Wire/dpa

"Dieser Präsident spricht über kognitive Fähigkeiten. Er scheint nicht kognitiv zu wissen, was los ist", entgegnete Biden in einer Pressekonferenz vergangenen Dienstag. "Er liest oder wird über wichtige Themen informiert und vergisst es anschließend wieder - oder er hält es nicht für notwendig, dies wissen zu müssen."

Biden bezog sich damit vor allem auf jüngste Berichte, wonach Trump schon vor Monaten darauf aufmerksam gemacht worden sei, der Kreml habe US-Soldaten in Afghanistan mit einem Kopfgeld belegt. Der US-Präsident habe jedoch nicht auf den Report des Geheimdienstes reagiert.

Russische Beamte, die den Tod amerikanischer Soldaten finanziell unterstützen? Das sei so hochbrisant, dass Trump mindestens die einzelnen Stabschefs hätte zusammenbringen müssen, um mehr Informationen zu erhalten, so Biden.

Wie der Inquisitr berichtet, bezog sich Biden auch auf die Arbeit von Trumps Amtsvorgänger Obama. Dieser habe täglich Geheimdienstbesprechungen gelesen, was man von Trump nicht behaupten könne. Seine Unaufmerksamkeit käme einer Verletzung seiner Pflichten gleich, sagte Biden.

Derweil ist auch auf Twitter der Wahlkampf bereits in vollem Gange: In seinen letzten Beiträgen versprach Joe Biden unter anderem, die Rechte von LGBTQ+-Menschen zu stärken und die Covid-19-Krise besser zu managen. Zugleich unterstrich er die Identität der USA als Einwanderungsnation.

"Unsere Vielfalt ist und war immer unsere größte Stärke. Donald Trump versteht das nicht - wir brauchen einen Präsidenten, der das tut", schrieb der demokratische Herausforderer.

Titelfoto: Brian Cahn/ZUMA Wire/dpa

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