Olafs Schlumpf am Nockherberg: Bundesminister kontert nach Söder-Attacke

München - Am Freitag fand das traditionelle Politiker-Derblecken auf dem Münchner Nockherberg statt. Namhafte Politgrößen versammelten sich erstmals digital, um sich den verbalen Ohrfeigen von Kabarettist Maximilian Schafroth zu stellen.

Verschlumpfte Angelegenheit: Olaf Scholz (62) zeigte nach dem Streit mit Söder Humor.
Verschlumpfte Angelegenheit: Olaf Scholz (62) zeigte nach dem Streit mit Söder Humor.  © Screenshot/Mediathek/Bayerischer Rundfunk

Besondere Aufmerksamkeit erhielt dabei ein - der Legende nach - drei Äpfel großes Wesen, das sich auf den Tisch von Bundesfinanzminister Olaf Scholz (62, SPD) geschlichen hatte.

Zugegeben, dieser Kamerad war etwas kleiner, aber nicht weniger interessant.

Denn der Minister hatte einen Schlumpf zu seiner ansonsten sehr an Bayern angelehnte Tischdeko gestellt.

Wollte der 62-Jährige etwa sein liebstes Spielzeug aus der Kindheit der Weltöffentlichkeit zeigen? Mitnichten.

Denn der Grund für den kleinen blauen Besucher war ein verbaler Angriff von Bayerns Ministerpräsidenten Markus Söder (54, CSU) bei der Corona-Sitzung zwei Tage zuvor.

"Er sieht wirklich schlumpfig aus!"

Kabarettist Maximilian Schafroth konnte beim Politiker-Derblecken am Nockherberg ordentlich gegen die Politiker austeilen.
Kabarettist Maximilian Schafroth konnte beim Politiker-Derblecken am Nockherberg ordentlich gegen die Politiker austeilen.  © Achim Frank Schmidt/Paulaner/dpa

Dort soll mehreren Medien zufolge Bayerns Landesvater dem SPD-Spitzenkandidaten gesagt haben: "Sie brauchen hier gar nicht so schlumpfig herumzugrinsen" (TAG24 berichtete).

Scholz selbst konterte bereits einen Tag später im ZDF: "Das mit den Schlümpfen gefällt mir super. Die sind klein, listig und gewinnen immer", so der Kanzlerkandidat am Donnerstag in der Sendung "Markus Lanz".

Beim Politiker-Derblecken am Nockherberg wollte er wohl allen Beteiligten das noch einmal vor Augen führen.

Dafür musste sich Söder auch von Schafroth noch einmal belehren lassen: "Das war ungut, Markus, du emotionale Planierraupe", sagte der Comedian, zeigte sich jedoch dann doch dankbar: "Ich bin ja auch mal wieder froh, wenn der alte Markus wieder durchkommt. Das ist für mich als Kabarettist viel ergiebiger."

Außerdem sehe Scholz wirklich etwas schlumpfig aus - was Ministerpräsident Söder lachend mit heftigem Nicken bestätigte, und der SPD-Mann grinsend mit einem Präsentieren seines blauen Begleiters quittierte.

Einleitend lud Schafroth unter anderem Olaf Scholz dazu ein, sich mit ihm und Söder zum im Bayern beliebten "Beer-Based-Solution-Finding" zu verabreden und gemeinsam Probleme auszumerzen: "Eine Hand desinfiziert die andere."

Titelfoto: Screenshot/Mediathek/Bayerischer Rundfunk

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