Kampf gegen hohe Gaspreise: Macht uns Kanzler Scholz hier Hoffnung?

Doha/Abu Dhabi - Bundeskanzler Olaf Scholz (64, SPD) hat am Rande seiner Tour durch die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) und Katar baldige Vorschläge zur Dämpfung der hohen Gaspreise angekündigt. Was das genau heißt.

Bundeskanzler Olaf Scholz (64, SPD) spricht in Doha zu einer Schar von Pressevertretern.
Bundeskanzler Olaf Scholz (64, SPD) spricht in Doha zu einer Schar von Pressevertretern.  © Kay Nietfeld/dpa

Es gehe jetzt darum, "wie wir die viel zu hohen Preise reduzieren können, und zwar sowohl diejenigen für Strom als auch diejenigen für Gas", sagte er am Sonntag in Doha, der Hauptstadt von WM-Land Katar.

Am Samstag habe eine Kommission dazu ihre Beratungen aufgenommen und leiste "sehr gute, konstruktive" Arbeit. "Wir werden da auch mit schnellen Ergebnissen rechnen können."

Man müsse alle Faktoren gemeinsam betrachten, um am Ende zu erreichen, dass "die Bürgerinnen und Bürger und die Unternehmen nicht vor für sie unlösbare Aufgaben gestellt werden".

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Weiter stellte er mit Blick auf die Bemühungen für eine breite Versorgung mit Gas klar, dass man nun zu Beginn des Herbstes sagen könne: "Wir kommen wohl durch diesen Winter."

Engere Zusammenarbeit mit den Vereinigten Arabischen Emiraten

Scholz traf am Wochenende auch Kronprinz Mohammed bin Salman (37) von Saudi-Arabien.
Scholz traf am Wochenende auch Kronprinz Mohammed bin Salman (37) von Saudi-Arabien.  © Untitled/Saudi Press Agency/AP/dpa

Zuvor hatte Scholz mit Blick auf den Energiesektor schon eine engere Zusammenarbeit mit den Vereinigten Arabischen Emiraten angekündigt.

Man habe bereits "eine ganze Reihe" von Diesel- und Flüssiggasprojekten mit dem Golfstaat vorangebracht, so Scholz in Abu Dhabi.

Weiter betonte er, wie wichtig es sei, bei der Energieversorgung auf möglichst viele Anbieter zu setzen. Die Abhängigkeit von einem Lieferanten "wird uns sicherlich nicht wieder passieren".

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Vor seinem Trip in die VAE und Katar war Scholz an diesem Wochenende bereits in Saudi-Arabien zu Gast. Dort sprach er beim Treffen mit Kronprinz Mohammed bin Salman (37) auch den Mord am Journalisten Jamal Khashoggi an. "Wir haben alle Fragen besprochen, die sich um Fragen von Bürger- und Menschenrechten drehen. Das gehört sich so. Und da können Sie von ausgehen, dass nichts unbesprochen geblieben ist, was zu sagen ist."

Während Scholz auf Reisen ist, werden die Forderungen nach einem Gaspreisdeckel immer lauter.

Titelfoto: Kay Nietfeld/dpa

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