Opel trauert um bekanntesten Lehrling Norbert Blüm

Rüsselsheim/Wiesbaden - Autobauer Opel trauert um seinen wohl bekanntesten Lehrling, den in der Nacht zum Freitag verstorbenen CDU-Politiker und früheren Bundesminister Norbert Blüm.

1952 schloss der spätere Minister Norbert Blüm seine Ausbildung zum Werkzeugmacher bei Opel in Rüsselsheim ab.
1952 schloss der spätere Minister Norbert Blüm seine Ausbildung zum Werkzeugmacher bei Opel in Rüsselsheim ab.  © Bild-Montage: dpa/Andreas Arnold, dpa/Rolf Vennenbernd

Der gebürtige Rüsselsheimer hatte 1952 in der Autofabrik seine Ausbildung zum Werkzeugmacher abgeschlossen und dort bis 1957 gearbeitet, wie das Unternehmen berichtete.

Der einstige Jugendvertreter sei Opel stets mit kritischer Sympathie verbunden geblieben.

Opel-Arbeitsdirektor Ralph Wangemann erklärte: "Norbert Blüm hat unser Unternehmen mitgeprägt und wird als eine der Leitfiguren unserer Berufsausbildung unvergessen bleiben."

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Der hessische Ministerpräsident und stellvertretende CDU-Bundesvorsitzende Volker Bouffier hat Norbert Blüm als eine "große Persönlichkeit" gewürdigt.

"Wir verlieren als Union einen stets hellen und gewitzten Geist und einen Kämpfer im besten Sinne des Wortes", sagte er am Freitag.

Blüm habe deutliche Spuren hinterlassen, die für die Union noch heute prägend seien. Zu seinen größten Verdiensten zähle die Einführung der Pflegeversicherung.

Der frühere Bundesarbeits- und Sozialminister war im Alter von 84 Jahren gestorben.

Titelfoto: Bild-Montage: dpa/Andreas Arnold, dpa/Rolf Vennenbernd

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