Mietpreiswahnsinn in Deutschland: Sahra Wagenknecht schlägt Lösung vor

Deutschland - Explodierende Mieten werden in immer mehr deutschen Städten zum Problem. Nun hat sich Sahra Wagenknecht (51), die ehemalige Fraktionschefin der Linken, zum Thema geäußert.

Sahra Wagenknecht (51, Die Linke) schlägt Lösungen zum Mietpreiswahnsinn in Deutschland vor.
Sahra Wagenknecht (51, Die Linke) schlägt Lösungen zum Mietpreiswahnsinn in Deutschland vor.  © Sina Schuldt/dpa

"Wohnen ist ein Menschenrecht und kein Geschäftsobjekt und auch kein Spekulationsobjekt", sagt Sahra Wagenknecht in einem Interview-Video mit der Sammlungsbewegung "Aufstehen".

Als Hauptgrund für die deutlich gestiegenen Mietpreise in Deutschland nennt Wagenknecht die Privatisierung vieler Wohnungen sowie die Deregulierung des Wohnungsmarktes.

Als Beispiel wirft die Politikerin einen Blick zurück in die Geschichte: Im damaligen West-Berlin brauchten Vermieter eine Genehmigung, wenn sie die Mieten erhöhen wollten. "All diese Regeln sind weggefallen", ergänzt Wagenknecht.

Doch welche Lösung sieht sie für das Problem? Die 51-Jährige schlägt einen "radikalen Mietpreisdeckel" sowie notfalls eine Rücknahme der Immobilienobjekte in öffentliches Eigentum vor. Den Begriff "Enteignung" will sie dabei möglichst vermeiden.

Zudem bräuchte es klare Regeln für Mietsteigerungen sowie mehr Anstrengungen beim kommunalen und sozialen Wohnungsbau, betont die Politikerin der Linken. Zusätzlich schlägt sie vor, dass Mieten "maximal mit der Inflationsrate steigen" sollten.

Sahra Wagenknecht: "Wohnen ist ein Menschenrecht und kein Geschäftsobjekt"

"Aufstehen" wurde offiziell am 4. September 2018 gegründet. Auf Facebook besitzt die Bewegung derzeit über 75.000 Follower.

Sahra Wagenknecht war maßgeblich an der Gründung und Ausrichtung beteiligt. Nach einem Burn-out gab sie im März 2019 ihren Rückzug von der Führungsspitze bekannt.

Titelfoto: Sina Schuldt/dpa

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