Impfpflicht für alle: Für Kretschmann wird dadurch die Gesellschaft befriedet

Stuttgart - Eine allgemeine Impfpflicht würde aus Sicht des baden-württembergischen Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann (73, Grüne) nicht nur im Kampf gegen das Coronavirus helfen, sondern könnte auch die Polarisierung der Gesellschaft verringern.

Baden-Württembergs Landesvater Winfried Kretschmann (73, Grüne).
Baden-Württembergs Landesvater Winfried Kretschmann (73, Grüne).  © Bernd Weissbrod/dpa

Der Staat könne damit nämlich den bestehenden Konflikt zwischen Impfbefürwortern und Impfgegnern an sich ziehen, sagte der Grünen-Politiker am Dienstag in Stuttgart.

"Damit nicht die Nachbarn aufeinander losgehen und sich attackieren", so der 73-Jährige. Es sei höchst gefährlich, wenn sich die Konflikte innerhalb der Gesellschaft immer mehr vertieften.

Der Staat könne durch die Einführung einer Impfpflicht nicht nur am schnellsten rauskommen aus der Pandemie, sondern mittelfristig auch die Gesellschaft befrieden.

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Die Debatte müsse mit der "Herrschaft des besseren Arguments" geführt werden.

Umgesetzt werden könne die Impfpflicht mit Bußgeldern, sagte Kretschmann.

Er könne sich aber nicht vorstellen, dass die Polizei Leute zum Impfen abhole und Verweigerer im Gefängnis landeten.

Titelfoto: Bernd Weissbrod/dpa

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