Drohende Gasnotlage: Kretschmann warnt vor Spaltung der Gesellschaft

Stuttgart - Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (74, Bündnis 90/Die Grünen) hat vor einem Auseinanderreißen der Gesellschaft im Fall einer Gasmangel-Lage im Winter gewarnt.

Eine Gasnotlage hätte laut Kretschmann (74, Bündnis 90/Die Grünen) größere Fliehkräfte zur Folge als es bei Corona der Fall war.
Eine Gasnotlage hätte laut Kretschmann (74, Bündnis 90/Die Grünen) größere Fliehkräfte zur Folge als es bei Corona der Fall war.  © Bernd Weissbrod/dpa

"Wenn wir in eine Gasnotlage reinlaufen, werden die Fliehkräfte groß sein. Größer als bei Corona, und dieses Problem haben wir ja noch zusätzlich an der Backe", sagte der Grünen-Politiker am Montagmorgen anlässlich des Krisengipfels Gas in Stuttgart bei der Begrüßung der Teilnehmer.

Deshalb werde es in den nächsten Monaten vor allem darum gehen, "dass wir uns in den wesentlichen Punkten nicht auseinanderdividieren lassen". Kretschmann mahnte:

"Dabei ist auch unser Patriotismus gefragt." Für Deutschland, die freiheitlich-demokratische Ordnung und Europa.

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Kretschmann bat den Chef der Bundesnetzagentur, Klaus Müller (51, Bündnis 90/Die Grünen), zu erklären, nach welchen Kriterien das Gas in einer Notlage verteilt werde. Vor allem die Industrie im Südwesten wolle wissen, "ob gewährleistet ist, dass der Süden dabei nicht benachteiligt wird". Es seien hier "große Ängste" im Spiel.

"Eine solche Benachteiligung muss natürlich auf jeden Fall vermieden werden", verlangte der Regierungschef. Müller war bei dem Gipfel per Video zugeschaltet.

Titelfoto: Bernd Weissbrod/dpa

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