Posten-Verteilung geht in die heiße Phase: Wird eine Sächsin Gesundheitsministerin?

Dresden/Berlin - Seit Wochen besprechen SPD, Grüne und FDP die Bildung einer Ampel-Koalition. Sobald sich die Parteien einig geworden sind, steht der Bildung einer neuen Regierung in Deutschland nichts mehr im Weg. Noch ist Olaf Scholz (63, SPD) nicht zum Kanzler gewählt. Doch die Spekulationen um Personalien in seinem Kabinett haben neuen Auftrieb bekommen.

Läuft alles nach Plan, soll Olaf Scholz (63, SPD) in der Nikolauswoche zum neuen Bundeskanzler gewählt werden.
Läuft alles nach Plan, soll Olaf Scholz (63, SPD) in der Nikolauswoche zum neuen Bundeskanzler gewählt werden.  © Michael Kappeler/dpa POOL/dpa

Die Koalitionsverhandlungen der Ampel-Parteien seien laut Scholz voll im Zeitplan. Man führe "sehr gute, sehr konstruktive Gespräche, die auch schnell vorankommen", sagte der SPD-Kanzlerkandidat am Samstag in Schönefeld bei Berlin.

Zum Auftakt der Koalitionsgespräche am 21. Oktober hatten die drei Parteien das Ziel ausgegeben, dass Scholz in der Nikolauswoche ab dem 6. Dezember zum Kanzler gewählt und seine Regierung im Bundestag vereidigt wird.

Dafür stehen viele Namen zur Debatte, doch noch weiß niemand etwas Genaues. Allerdings scheint es bei der Verteilung von Ministerposten konkreter zu werden. Wie also KÖNNTE das Kabinett von Olaf Scholz nach der Bildung einer neuen Regierung aussehen?

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Besonders überraschen dürfte vor allem ein neuer Name - weil viele Karl Lauterbach (58, SPD) schon als neuen Gesundheitsminister gesehen haben. Doch der scheint für den Posten raus zu sein und offenbar ringen nun SPD und FDP um diese Besetzung.

Eine durchgesickerte Liste, die auch TAG24 vorliegt, sieht demnach als neue Bundesgesundheitsministerin die derzeitige sächsische Gesundheitsministerin, Petra Köpping (63, SPD), vor.

Doch auch Michael Theurer (54, FDP) soll für dieses Amt im Gespräch sein. Und Lauterbach? Er sei derzeit als Parlamentarischer Staatssekretär vorgesehen.

Mögliche Posten-Verteilung in der künftigen Regierung

Noch ist völlig offen, ob möglicherweise Sachsens Gesundheitsministerin, Petra Köpping (63, SPD), neue Bundesgesundheitsministerin im Kabinett von Olaf Scholz (63, SPD) wird.
Noch ist völlig offen, ob möglicherweise Sachsens Gesundheitsministerin, Petra Köpping (63, SPD), neue Bundesgesundheitsministerin im Kabinett von Olaf Scholz (63, SPD) wird.  © Holm Helis

Im Weiteren könnte die Verteilung der Posten wie folgt aussehen: Als Kanzleramtsminister würde der jetzige Staatssekretär im Bundesfinanzministerium, Wolfgang Schmidt (51, SPD), Bundeskanzler Olaf Scholz zur Seite stehen.

Die beiden Vizekanzler Robert Habeck (52, Grüne) und Christian Lindner (42, FDP) tauchen in der Liste als Wirtschafts- und Klimaminister (Habeck) und Finanzminister (Lindner) auf.

Allerdings käme wohl auch die bisherige Umweltministerin, Svenja Schulze (53, SPD), als mögliche Wirtschaftsministerin infrage. Ihr Name taucht außerdem bei der Besetzung des Ministeriums für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und ländliche Räume auf.

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Für die Grünen könnte als neue Familienministerin Katrin Göring-Eckardt (55) im Kabinett sitzen sowie Anton Hofreiter (51) als Verkehrsminister. Die Leitung des Auswärtigen Amtes ginge laut der Liste an Annalena Baerbock (40).

Weitere Posten für die FDP: Das Amt der Verteidigungsministerin würde Marie-Agnes Strack-Zimmermann (63) übernehmen, das der Bildungsministerin Bettina Stark-Watzinger (53). Volker Wissing (51) könnte Justizminister werden.

Weitere Posten für die SPD: Hubertus Heil (47) bliebe Arbeitsminister, Carsten Brosda (47) könnte neuer Staatsminister für Kultur und Medien werden. Innenministerin würde Christine Lambrecht (56), bisher Justiz- und Familienministerin. Den Bereich Bildung und Forschung könnte Klara Geywitz (45) betreuen. Die bisherige Menschenrechtsbeauftragte der Bundesregierung, Bärbel Kofler (54), würde Entwicklungsministerin - und Carsten Schneider Staatsminister für gleichwertige Lebensverhältnisse.

Weitere Posten für die Grünen: Als Umweltministerin ist demnach Steffi Lemke (53) vorgesehen.

Titelfoto: Montage: Michael Kappeler/dpa POOL/dpa, Holm Helis

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