Radwege in Deutschland: ADAC-Test liefert bitteres Ergebnis

München - Der Allgemeine Deutsche Automobil-Club (ADAC) kritisiert zu schmale Radwege in den deutschen Städten

Der Allgemeine Deutsche Automobil-Club (ADAC) kritisiert zu schmale Radwege in den deutschen Städten. (Symbolbild)
Der Allgemeine Deutsche Automobil-Club (ADAC) kritisiert zu schmale Radwege in den deutschen Städten. (Symbolbild)  © Lino Mirgeler/dpa

Rund jeder dritte Radweg (36 Prozent) erfülle nicht die Mindestbreite, teilte der ADAC unter Berufung auf eine aktuelle Stichprobe von 120 Routen in zehn Städten mit. "Die Regelbreiten erreichte oder überschritt sogar nur jeder fünfte Radweg."

Der Auto-Club hatte in den entsprechenden fünf Landeshauptstädten mit dem höchsten sowie den fünf Landeshauptstädten mit dem niedrigsten Radanteil am Verkehr überprüft, ob die bestehenden Radwege dem immer größer werdenden Andrang gewachsen sind. 

Als Maßstab legten die Münchner die geltenden Empfehlungen an, wonach etwa ein nur in einer Richtung zu befahrender Radweg mindestens 1,60 Meter, im Regelfall aber zwei Meter breit sein sollte.

Einzig Kiel erreichte bei dem Test ein gutes Gesamturteil. Dort fiel keine einzige Route durch. 

Die Städte Bremen, Dresden, Erfurt, München, Saarbrücken, Stuttgart und Wiesbaden erhielten durch den ADAC immerhin ein "ausreichend".

Hannover und Mainz bekamen ein "mangelhaft" quittiert. In der rheinland-pfälzischen Landeshauptstadt bewerteten die Prüfer 70 Prozent der Routen als mangelhaft oder sehr mangelhaft. Es sind Werte, die Fragen aufwerfen sollten.

Titelfoto: Lino Mirgeler/dpa

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