Regierung greift ein: Sonderrechte von Schröder drastisch zusammengestrichen!

Berlin - SPD, Grüne und FDP streichen die Sonderrechte von Altkanzler Gerhard Schröder (78, SPD) drastisch zusammen!

Weil Gerhard Schröder (78, SPD, r.) sich nicht vom russischen Präsidenten Wladimir Putin (69) distanziert, gibt es nun harte Sanktionen.
Weil Gerhard Schröder (78, SPD, r.) sich nicht vom russischen Präsidenten Wladimir Putin (69) distanziert, gibt es nun harte Sanktionen.  © AFP/Sputnik/Alexey Druzhinin

Der SPD-Politiker soll sein Büro und seine Mitarbeiter verlieren. Das verbliebene Personal solle die Aufgaben des Büros abwickeln und anschließend anderweitige Aufgaben übernehmen, heißt es im Antrag der Ampel-Koalition für den Haushaltsausschuss, der am Donnerstag beschlossen werden soll.

Sein Ruhegehalt und den Personenschutz soll Schröder behalten dürfen.

Damit geht die Koalition nicht ganz so weit wie die Union, die Schröder wegen seiner Russland-Kontakte zusätzlich das Ruhegehalt streichen will. Schröder schade dem internationalen Ansehen Deutschlands, hatte die Union dies begründet. Er habe sich trotz des Ukraine-Kriegs noch immer nicht vom russischen Präsidenten Wladimir Putin (69) distanziert und halte auch an seinen Posten in verschiedenen russischen Energieunternehmen fest.

Karl Lauterbach schließt Schulschließungen nicht gänzlich aus
Karl Lauterbach Karl Lauterbach schließt Schulschließungen nicht gänzlich aus

Die Ampel-Koalitionäre begründen die Streichung von Schröders Privilegien offiziell nicht mit dessen Haltung zu Russland und Putin. Das soll den Beschluss weniger angreifbar machen.

So soll es jetzt ehemaligen Kanzlern an den Kragen gehen

Auch Angela Merkel (67, CDU) wäre von den neuen Regeln betroffen.
Auch Angela Merkel (67, CDU) wäre von den neuen Regeln betroffen.  © dpa/Kay Nietfeld

Stattdessen fordern sie die Bundesregierung auf, sicherzustellen, dass die Amtsausstattung ehemaliger Bundeskanzlerinnen und Bundeskanzler "nach den fortwirkenden Verpflichtungen aus dem Amt erfolgt und nicht statusbezogen".

Man stelle fest, dass Schröder keine Verpflichtungen aus seiner Zeit als Bundeskanzler mehr wahrnehme. Damit werden auch Maßstäbe etwa für Ex-Kanzlerin Angela Merkel (67, CDU) gesetzt.

Schröder war von 1998 bis 2005 Bundeskanzler. Danach übernahm er Aufgaben unter anderem für die Pipeline-Gesellschaft Nord Stream, die russische Gazprom und den Energiekonzern Rosneft. Weil er sich davon nach Kriegsbeginn nicht distanzierte, forderte ihn die SPD-Spitze zum Parteiaustritt auf. Es gibt auch Anträge auf einen Parteiausschluss.

Titelfoto: AFP/Sputnik/Alexey Druzhinin

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