Große Sorge um Zusammentreffen von Grippe- und Coronavirus-Welle im Herbst

München - Mit Blick auf eine mögliche neue Welle der Coronavirus-Infektionen im Herbst mahnen Ärzte schon jetzt für Risikogruppen zu bestimmten Impfungen. 

Mit Blick auf eine mögliche neue Welle der Coronavirus-Infektionen gilt es laut Ärzten bereits frühzeitig zu handeln. (Symbolbild)
Mit Blick auf eine mögliche neue Welle der Coronavirus-Infektionen gilt es laut Ärzten bereits frühzeitig zu handeln. (Symbolbild)  © Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa

Ein Zusammentreffen der jährlichen Grippewelle und einer neuen Zunahme von Corona-Infektionen Ende des Jahres - wie sie viele Experten erwarten - wäre für das Gesundheitssystem eine Zerreißprobe, warnte Clemens Wendtner, Chefarzt der Klinik für Infektiologie in der München Klinik Schwabing. 

Die Grippeimpfung könne das abfedern. 

Denn: "Solange wir keinen Impfstoff gegen das Coronavirus haben, wird es hier eine zweite Welle geben", erklärt Wendtner weiter.

Eine frühzeitige Grippeimpfung ab September werde deshalb in diesem Herbst wichtiger sein als in anderen Jahren - mindestens für Risikopatienten. 

Diese sollten auch über eine entsprechende Pneumokokken-Impfung nachdenken, die eine bakterielle Lungenentzündung verhindert. 

Eben jene ist eine von mehreren möglichen Komplikationen bei der Covid-19-Erkrankung, die zu einem folgenschweren Ausgang führen kann.

Die Bakterien haben bei einem geschwächten Immunsystem leichteres Spiel, die Folgen sind mitunter verheerend. Menschen sterben.

Titelfoto: Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa

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