TV-Attacken auf Laschet und Scholz: Wurden Linksaktivistinnen "trainiert"?

Hamburg - Während sich CDU-Kanzlerkandidat Armin Laschet (60) am Mittwochabend in der "Wahlarena" der ARD den Fragen des Publikums stellte, war SPD-Spitzenkandidat Olaf Scholz (63) zeitgleich in der "ProSieben-Bundestagswahl-Show" zu sehen - dann wurden beide zeitgleich mit kritischen Fragen attackiert!

SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz (63, l.) und CDU-Spitzenkandidat Armin Laschet (60) wurden am Mittwochabend zeitgleich im TV attackiert. Drei junge Frauen sollen auf ihre Auftritte vorbereitet worden sein.
SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz (63, l.) und CDU-Spitzenkandidat Armin Laschet (60) wurden am Mittwochabend zeitgleich im TV attackiert. Drei junge Frauen sollen auf ihre Auftritte vorbereitet worden sein.  © DPA

Laschet sah sich unter anderem mit zwei jungen Frauen konfrontiert, die dem 60-Jährigen Kritik zu den Themen Klima und Antirassismus an den Kopf warfen sowie ihm schwere Vorwürfe machten.

Scholz hingegen wurde von einer jungen Frau wegen der überteuerten Mieten in Berlin angegriffen.

Wie die Bild-Zeitung schreibt, sollen die drei linken Aktivistinnen, die wohl zu "Fridays for Future", "Black Lives Matter" und "Deutsche Wohnen & Co enteignen" gehören sollen, angeblich zuvor in sogenannten "Talkshow-Trainings" auf ihre Auftritte vorbereitet worden sein.

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Konkret soll die vom Hamburger Verfassungsschutz beobachtete und als linksextremistisch eingestufte Emily Laquer (34) für diese Vorbereitung verantwortlich sein.

Die Deutsch-Amerikanerin sei nicht nur das "öffentliche Gesicht" der Ortsgruppe der "Interventionistischen Linken", die als "verfassungsfeindliche Gruppierung" eingestuft wurde, sondern betreibe auch eine "Aktivistinnen-Agentur".

"Fridays for Future"-Bewegung widerspricht den Anschuldigungen

Verfassungsschutz warnte vor Laquer und der "Interventionistischen Linken" bereits im Jahr 2019

Sie soll die drei Linksaktivistinnen vorbereitet und in die Sendungen gebracht haben: die vom Hamburger Verfassungsschutz beobachtete und als linksextremistisch eingestufte Emily Laquer (34). (Archivfoto)
Sie soll die drei Linksaktivistinnen vorbereitet und in die Sendungen gebracht haben: die vom Hamburger Verfassungsschutz beobachtete und als linksextremistisch eingestufte Emily Laquer (34). (Archivfoto)  © Christophe Gateau/dpa

Das Ziel sei, unter dem Motto "Don't hate the news. Be the news." (auf Deutsch: "Hasse nicht die Nachrichten. Sei die Nachrichten.") linke Aktivisten in die Mainsteam-Medien zu bringen.

Dem Bericht zufolge bereitete Laquer die drei jungen Frauen nicht nur auf die Auftritte vor, sondern half ihnen auch dabei, überhaupt in die Sendungen zu kommen. "Nach dem Training vermitteln wir Dich als Interviewpartner:in an Zeitungen, Radio und Fernsehen", heißt es dazu auf der Website der Agentur.

Der Hamburger Verfassungsschutz habe bereits im Jahr 2019 vor dieser Vorgehensweise von Laquer und der "Interventionistischen Linken" gewarnt.

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Die Gruppe versuche "unter dem Deckmantel der Dialogbereitschaft, den gesellschaftspolitischen Diskurs zu ihren Gunsten zu beeinflussen".

Die Hamburger "Fridays for Future"-Bewegung widersprach den Anschuldigungen und schrieb auf Twitter: "Unsere 15-jährige Aktivistin (...) hat sich selbst für die Wahlarena beworben und wurde dann eingeladen. Behauptungen, sie wurde 'geschickt' oder explizit für die Sendung 'geschult', sind unwahr."

Titelfoto: DPA

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