Kommunalwahl: Höhere Wahlbeteiligung, Verzögerung wegen fehlender Helfer

München - Bei der Kommunalwahl in Bayern zeichnet sich eine höhere Wahlbeteiligung ab als bei der letzten Kommunalwahl vor sechs Jahren.

Dieter Reiter (SPD), Oberbürgermeister von München, und seine Frau Petra (r.) nehmen in einer zum Wahllokal umfunktionierten Schule an der bayerischen Kommunalwahl teil.
Dieter Reiter (SPD), Oberbürgermeister von München, und seine Frau Petra (r.) nehmen in einer zum Wahllokal umfunktionierten Schule an der bayerischen Kommunalwahl teil.  © Peter Kneffel/dpa

In der bayerischen Landeshauptstadt München hatten nach Angaben der Stadt am Sonntag bis 12.00 Uhr einschließlich der Briefwähler 36,6 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme in Deutschlands drittgrößter Stadt abgegeben. 

2014 waren es zum selben Zeitpunkt 26,9 Prozent. 

Der Zuwachs geht wesentlich auf die Briefwahl zurück, die im Zuge der Corona-Krise diesmal deutlich höher ist als vor sechs Jahren.

In Regensburg betrug die Wahlbeteiligung bis 12.00 Uhr nach Angaben der Stadt 40,3 Prozent, ebenfalls unter Einschluss der Briefwähler. Ohne Briefwähler stimmten dort bisher 14,9 Prozent ab.

In Augsburg lag die Wahlbeteiligung bei der Urnenwahl bis 12.00 bei 7,5 Prozent. Nürnberg meldete 18,8 Prozent Wahlbeteiligung, auch hier etwas mehr als 2014.

Verzögerungen bei der Übermittlung der Zahlen zur Wahlbeteiligung gab es in Ingolstadt. Dort litt die Wahlzentrale unter den zahlreichen Ausfällen bei den Wahlhelfern. 

Coronavirus wirkt sich auf Wahlablauf aus: Verzögerungen wegen ausgefallener Wahlhelfer

Schutzhandschuhe und Desinfektionsmittel stehen auf einem Tisch zur Kommunalwahl in Bayern in einem Wahllokal.
Schutzhandschuhe und Desinfektionsmittel stehen auf einem Tisch zur Kommunalwahl in Bayern in einem Wahllokal.  © Daniel Karmann/dpa

Etliche hätten kurzfristig absagen müssen, da sie nach Rückkehr aus Corona-Risikogebieten ihrer Aufgabe nicht mehr nachkommen konnten, hieß es. Bis 11.00 Uhr lag die Wahlbeteiligung bei 9,6 Prozent, ohne Einrechnung der Briefwähler.

Überall im Freistaat werden seit dem Morgen die Kommunalparlamente gewählt: Gemeinderäte, Stadträte, Kreistage, dazu fast überall auch die Oberbürgermeister und ersten Bürgermeister. 

Bei bayernweit 4000 Wahlen sind in Summe fast 40.000 Mandate zu vergeben. 

Die Wahllokale schließen um 18.00 Uhr. Erste Ergebnisse sollen noch am Abend feststehen, andere erst im Laufe der kommenden Tage.

Mit Spannung erwartet werden insbesondere die Ergebnisse der Oberbürgermeister-Wahlen in 24 der 25 kreisfreien Städte, vor allem in München, Nürnberg und Augsburg. In 64 der 71 Landkreise werden die Landräte neu gewählt.

Vielerorts werden die Spitzenposten aber erst nach den Stichwahlen am 29. März feststehen - dort, wo kein Bewerber schon im ersten Wahlgang mehr als 50 Prozent der Stimmen bekommt.

Alle Infos im +++ Ticker zum Coronavirus in Bayern +++

Titelfoto: Peter Kneffel/dpa

Mehr zum Thema Bayernwahl:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0