Das sagen Deutschlands Politiker zum neuen Ampel-Vertrag!

Berlin - Deutschland startet in eine neue Ära. Nach 16 Jahren Angela Merkel (67, CDU) wird das Land künftig von einer noch nie da gewesenen Ampel-Koalition regiert. Die zeigte sich bei der Präsentation ihres Koalitionsvertrages ambitioniert und voller Tatendrang. Doch was sagt eigentlich die Polit-Welt fernab der Scholzes, Baerbocks, Habecks oder Lindners zum neuen Regierungsplan? Ein kleiner Überblick:

Armin Laschet

Armin Laschet (60), scheidender CDU-Parteivorsitzender, gratulierte der Ampel zu Stil und Form.
Armin Laschet (60), scheidender CDU-Parteivorsitzender, gratulierte der Ampel zu Stil und Form.  © Kay Nietfeld/dpa

"Glückwunsch an Ampel-Koalition vor allem zu Stil und Form der Verhandlungen", schrieb der scheidende CDU-Vorsitzende und unterlegene Kanzlerkandidat Armin Laschet (60) auf Twitter.

"Vertraulichkeit ist eine wichtige Voraussetzung für Vertrauen. Das muss auch die Union wieder lernen."

Norbert Röttgen

Norbert Röttgen (56), CDU-Bundestagsabgeordneter, zeigte sich wenig begeistert.
Norbert Röttgen (56), CDU-Bundestagsabgeordneter, zeigte sich wenig begeistert.  © Michael Kappeler/dpa

Deutlich weniger begeistert zeigte sich mit Norbert Röttgen (56) einer, der unbedingt auf Laschets Posten möchte.

"Es fehlt eine Lösung", kritisierte er im ARD-Morgenmagazin.

Die Koalition habe sich eine große Hypothek geschaffen. Es werde nirgendwo gesagt, wie die Ziele erreicht werden sollten. "Ich finde, da ist wenig drin."

Bodo Ramelow

Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (65, Linke) hält einen Corona-Kristenstab im Kanzleramt für sinnvoll.
Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (65, Linke) hält einen Corona-Kristenstab im Kanzleramt für sinnvoll.  © Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa

Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (65, Die Linke) findet derweil das Vorhaben, einen Corona-Krisenstab im Kanzleramt zu haben, sehr sinnvoll.

Dies habe sein Innenministerium schon im Frühjahr als Vorschlag eingebracht, so der Linken-Politiker im Deutschlandfunk.

Andreas Scheuer

Andreas Scheuer (47, CSU), Bundesverkehrsminister, spricht auf dem ITS-Weltkongress für Mobilität und Logitik auf dem Panel der Nationalen Plattform Zukunft der Mobilität (NPM).
Andreas Scheuer (47, CSU), Bundesverkehrsminister, spricht auf dem ITS-Weltkongress für Mobilität und Logitik auf dem Panel der Nationalen Plattform Zukunft der Mobilität (NPM).  © Markus Scholz/dpa

"Schön, dass die Ampel meine Arbeit der letzten Jahre fortsetzt", unkte ein scheidender Verkehrsminister Andreas Scheuer (47, CSU).

Den Vertrag hätte er bei den Themen Verkehr und Digitales auch schreiben können.

"Wir werden die Sprüche und Forderungen der letzten Jahre mit den zukünftigen Taten der neuen links-gelben Regierung vergleichen."

Manuela Schwesig

Manuela Schwesig (47, SPD) sieht in dem Koalitionsvertrag einen Fortschritt für Ostdeutschland.
Manuela Schwesig (47, SPD) sieht in dem Koalitionsvertrag einen Fortschritt für Ostdeutschland.  © Frank Hormann/dpa

Manuela Schwesig (47, SPD) sieht in dem Koalitionsvertrag einen Fortschritt für Ostdeutschland.

"Zehn Millionen Menschen profitieren von zwölf Euro Mindestlohn, und davon viele in Ostdeutschland."

"Der andere wichtige Punkt ist, dass wir künftig einen Staatsminister für Ostdeutschland im Kanzleramt haben. Ostdeutschland wird damit Chefsache", sagte die Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern zum RND.

Titelfoto: Bildmontage: Kay Nietfeld/dpa & Frank Hormann/dpa & Markus Scholz/dpa

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