AfD gewinnt Bundestagswahl in Sachsen klar, Desaster für die CDU!

Dresden - Die AfD hat die Bundestagswahl in Sachsen klar für sich entschieden.

Alice Weidel (v.l.n.r.), Tino Chrupalla, Jörg Urban und Sebastian Wippel liegen mit ihrer AfD bei der Bundestagswahl in Sachsen nahezu flächendeckend vorn.
Alice Weidel (v.l.n.r.), Tino Chrupalla, Jörg Urban und Sebastian Wippel liegen mit ihrer AfD bei der Bundestagswahl in Sachsen nahezu flächendeckend vorn.  © Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

Nach Auszählung aller Stimmbezirke lag die Alternative für Deutschland am frühen Montagmorgen bei 24,6 Prozent der Zweitstimmen.

Die SPD konnte mit 19,3 Prozent die erfolgsverwöhnte CDU (17,2) auf Platz 3 verdrängen. Dahinter rangieren die FDP (11,0), die Linken (9,3) und die Grünen (8,6).

Allerdings konnte auch die AfD nicht an ihr Ergebnis von 2017 anknüpfen, als sie 27 Prozent der Zweitstimmen erzielte und die Union (26,9) hauchdünn bezwang.

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Im Vergleich zur vergangenen Bundestagswahl büßte die AfD absolut knapp 63.000 Zweitstimmen ein.

Die Linken mussten ebenfalls Federn lassen. 2017 hatten sie noch 16,1 Prozent der Zweitstimmen gewonnen.

Bittere Niederlage für die CDU

Alexander Dierks (33, CDU) ist enttäuscht: "Haben deutliche Verluste zu verzeichnen."
Alexander Dierks (33, CDU) ist enttäuscht: "Haben deutliche Verluste zu verzeichnen."  © Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

CDU-Generalsekretär Alexander Dierks (33) zeigte sich bitter enttäuscht. "Wir haben deutliche Verluste zu verzeichnen und das schlechteste Wahlergebnis aller Zeiten. Ein Wahlergebnis, das wir mit großer Demut vor den Wählerinnen und Wählern annehmen", sagte er beim MDR.

Ähnlich war die Stimmungslage bei den Linken. "Das ist zweifelsfrei ein herber Schlag, nicht nur für uns als Partei, sondern auch für unser Hauptanliegen, etwas gegen die große soziale Ungleichheit zu tun", sagten die Parteivorsitzenden Susanne Schaper (43) und Stefan Hartmann (31). Die Linken mussten lange um ihren Einzug ins Parlament bangen.

Der sächsische AfD-Spitzenkandidat und Bundeschef Tino Chrupalla (46) sah das Abschneiden der AfD "insgesamt positiv".

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Man habe erneut eine starke Stammwählerschaft motivieren können, sagte er im MDR, kurz nachdem die Wahllokale geschlossen hatten.

SPD-Chef Dulig: "Wir sind die Gewinner des Abends"

SPD-Parteichef Martin Dulig (47) ist zufrieden mit dem Wahlergebnis seiner Partei.
SPD-Parteichef Martin Dulig (47) ist zufrieden mit dem Wahlergebnis seiner Partei.  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Bei den anderen Parteien dominierte Zufriedenheit. "Wir sind die Gewinner dieses Abends", sagte SPD-Parteichef Martin Dulig (47) unter dem Jubel der Genossen bei einer Wahlparty.

Die Grünen hielten eine Regierungsbeteiligung ihrer Partei für angesagt. Die Notwendigkeit ergebe sich "aus den Verhältnissen und den Herausforderungen der Zeit", sagte Landesvorstandssprecherin Christin Furtenbacher (37).

Der sächsische FDP-Chef Frank Müller-Rosentritt (39) sah seine Partei in einer Wartestellung. "Das Wahlergebnis bietet mehrere Optionen. Wir müssen abwarten, in welcher Konstellation die Freien Demokraten liberale Ziele umsetzen können."

"Denn wie schon 2017 gilt: Wir wollen mitregieren, aber nicht um jeden Preis", erklärte Müller-Rosentritt.

Titelfoto: Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

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