Bundestagswahl 2021: So wird in Deutschland gewählt

Dresden - Das deutsche Wahlrecht ist vor allem eins: kompliziert. Um Euch die Fragezeichen auf dem Weg zur Wahlurne aus dem Gesicht zu streichen, räumen wir mit unserem Special BundesTAG24 einmal auf. Heute: Die Verhältniswahl. Ein Exkurs.

Blick in den Deutschen Bundestag. Die Sitzverteilung richtet sich nach den abgegebenen Stimmen bei der Bundestagswahl.
Blick in den Deutschen Bundestag. Die Sitzverteilung richtet sich nach den abgegebenen Stimmen bei der Bundestagswahl.  © dpa/Michael Kappeler

Herzlichen Glückwunsch! Wer den Artikel vom gestrigen Samstag über die Mehrheitswahlen gelesen hat, weiß jetzt, dass diese aus England und Frankreich in tausend Varianten überall auf der Welt irgendwie stattfindet.

Aber wie wählen denn nun die Deutschen? Wie wählen wir den nächsten Kanzler oder die nächste Kanzlerin? Gut, dass Du fragst.

Die Verhältniswahl will an und für sich nur möglichst genau den Wählerwillen widerspiegeln. Dabei werden die Sitze im Parlament (also im Bundestag) im selben Verhältnis verteilt, wie abgestimmt wurde – so die Theorie.

Briefwahl-Rekord in Bayern in Sicht
Bundestagswahl 2021 Briefwahl-Rekord in Bayern in Sicht

Die Idee dahinter: Der Bundestag soll in seiner Aufteilung ein möglichst genauer Querschnitt der Gesellschaft sein. Dafür bekommt jede Partei so viele Plätze, wie sie im Verhältnis Stimmen erhalten hat.

Im Gegensatz zur Mehrheitswahl gehen dadurch keine Stimmen verloren.

Im Gegenteil: Die einzelne Stimme ist dadurch viel mehr wert und fällt eher ins Gewicht.

Na gut, nicht jede. In Deutschland braucht eine Partei mindestens fünf Prozent aller Stimmen, um in den Bundestag einzuziehen. Die sogenannte "5-Prozent-Hürde" ist eine Sperrklausel, die vor allem die Arbeitsfähigkeit des Bundestags gewährleisten soll.

Deutsches Wahlrecht ist kompliziert. Doch keine Sorge, TAG24-Redakteur Erik Töpfer hilft Euch dabei es zu verstehen.
Deutsches Wahlrecht ist kompliziert. Doch keine Sorge, TAG24-Redakteur Erik Töpfer hilft Euch dabei es zu verstehen.  © Eric Münch

Das ist es also: So wählt die Republik! … zumindest mit der Zweitstimme. Hast du noch den verkopften "nach den Grundsätzen der Personenwahl verbundenen Verhältniswahl"-Satz im Kopf? Gut.

Denn darum kümmern wir uns in der nächsten Woche beim Bundestags-Special von TAG24.

Titelfoto: dpa/Michael Kappeler

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