Klimaschützer wollen Wiederwahl von CDU-Abgeordneten verhindern

Verden - Für den Kampagnen-Organisator Campact erfüllt kein Wahlprogramm der Parteien zur Bundestagswahl alle Anforderungen an wirksamen Klimaschutz.

Campact-Vorstand Christoph Bautz (49) hat die Wahlprogramme der Parteien analysiert. (Archivbild)
Campact-Vorstand Christoph Bautz (49) hat die Wahlprogramme der Parteien analysiert. (Archivbild)  © Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa

Nötig seien ein höherer Preis auf den Ausstoß von Kohlendioxid (CO2), mehr erneuerbare Energie, ein schneller Kohleausstieg, ein Tempolimit, mehr Geld für den öffentlichen Nahverkehr, eine Dämm-Offensive für Häuser und eine ökologische Landwirtschaft. Das sagte der geschäftsführende Campact-Vorstand Christoph Bautz (49) am Donnerstag vor Journalisten.

Am meisten davon finde sich noch im Wahlprogramm der Grünen. Deshalb sei eine künftige Regierungsbeteiligung der Grünen "eine notwendige, aber keine hinreichende Bedingung" für mehr Klimaschutz, sagte Bautz.

Campact wolle versuchen, die Wiederwahl mehrerer CDU-Abgeordneter zu verhindern, die von der Bewegung als Blockierer beim Klimaschutz oder als rechtslastig empfunden werden. Bautz nannte keine Namen – bis auf den früheren Verfassungsschutzchef Hans-Georg Maaßen (58).

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Campact hat Gemeinnützigkeit verloren

Campact organisiert Online-Kampagnen "für progressive Politik", wie es in eigenen Worten heißt, und erreicht allein mit seinem Newsletter 2,3 Millionen Menschen in Deutschland.

2019 hatte der in Verden ansässige Verein seine Gemeinnützigkeit verloren. Trotzdem seien mehr Spenden und Förderbeiträge eingegangen, sodass es 2020 Rekordeinnahmen von 13,7 Millionen Euro gegeben habe, sagte Bautz.

Titelfoto: Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa

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