SPD gewinnt Bundestagswahl in MV und nimmt Philipp Amthor den Wahlkreis ab

Schwerin - Klarer Wahlsieger im Nordosten: Die SPD hat sowohl bei der Landtagswahl als auch bei der Bundestagswahl in Mecklenburg-Vorpommern die meisten Stimmen erhalten.

Philipp Amthor (28, CDU) verlor seinen Wahlkreis gegen seinen SPD-Konkurrenten Erik von Malottki.
Philipp Amthor (28, CDU) verlor seinen Wahlkreis gegen seinen SPD-Konkurrenten Erik von Malottki.  © Christian Charisius/dpa

Nach Auszählung aller Wahlkreise kamen die Sozialdemokraten bei der Bundestagswahl auf 29,1 Prozent der Stimmen, wie auf der Internetseite der Landeswahlleiterin mitgeteilt wurde.

Die AfD landete demnach mit 18,0 Prozent auf Platz zwei, die CDU mit 17,4 Prozent auf Platz drei. Dahinter folgte die Linke mit 11,1 Prozent. Für die FDP stimmten 8,2 Prozent der Wähler, für die Grünen 7,8 Prozent.

Die SPD-Kandidaten gewannen auch alle sechs Bundestagsdirektmandate in Mecklenburg-Vorpommern.

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Im Wahlkreis Mecklenburgische Seenplatte 1 - Vorpommern-Greifswald II setzte sich Erik von Malottki gegen Philipp Amthor (28, CDU) durch, der das Mandat bisher innehatte.

Amthor landete auf Platz drei hinter dem Bewerber der AfD – über die Landesliste zieht er dennoch ins Parlament ein. Im bisherigen Wahlkreis der scheidenden Bundeskanzlerin Angela Merkel (67, CDU) setzte sich die 27 Jahre alte SPD-Politikerin Anna Kassautzki durch.

Bei der Bundestagswahl 2017 hatten die Christdemokraten im Nordosten noch 33,1 Prozent der Zweitstimmen und alle Direktmandate geholt. Die SPD war damals nur auf 15,1 Prozent gekommen.

Titelfoto: Christian Charisius/dpa

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