SPD im Aufwind: Scholz liegt in Umfragen weiter vorn

Berlin - Vier Wochen vor der Bundestagswahl sieht eine weitere Umfrage die SPD mit Kanzlerkandidat Olaf Scholz (63) als stärkste Kraft.

Hat gut lachen: Olaf Scholz (63, SPD) legt in Umfragen weiter zu.
Hat gut lachen: Olaf Scholz (63, SPD) legt in Umfragen weiter zu.  © dpa/Fabian Sommer

Die Sozialdemokraten gewinnen im "Sonntagstrend" für die Bild am Sonntag im Vergleich zur Vorwoche zwei Prozentpunkte - mit 24 Prozent liegen sie nun deutlich vor der Union, die auf 21 Prozent kommt (-1).

Es ist laut der Zeitung der niedrigste Wert, den das Meinungsforschungsinstitut Insa jemals für die Union gemessen hat. Die Grünen bleiben bei 17, die FDP bei 13 Prozent. AfD (11 Prozent) und Linke (6 Prozent) verlieren jeweils einen Punkt.

Auch bei den Umfragewerten der Kanzlerkandidaten sieht es für die Union zunehmend düster aus: Für Kanzlerkandidat Armin Laschet (60, CDU) würden bei einer Direktwahl diese Woche laut "Sonntagstrend" nur noch 10 Prozent stimmen (-2).

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Bundestagswahl 2021 Städte im Flutgebiet bauen vereinzelt Zelte als Wahllokale auf

Grünen-Kandidatin Annalena Baerbock (40) gewinnt einen Punkt und käme auf 14 Prozent. An der Spitze wäre weiter Scholz mit 31 Prozent - trotz einem Minus von 3 Prozentpunkten für den SPD-Kandidaten.

Auch in mehreren Umfragen anderer Meinungsforschungsinstitute hatte die SPD jüngst zugelegt. Eine Erhebung von YouGov und das für RTL und n-tv erstellte "Trendbarometer" des Instituts Forsa sahen die Sozialdemokraten zuletzt ebenfalls vorn. Im ZDF-"Politbarometer" vom Freitag lagen SPD und Union mit jeweils 22 Prozent gleichauf.

Armin Laschet (60, CDU) und Annalena Baerbock (40, Grüne) müssen sich vorsehen. In Umfragen schneiden sie immer schlechter ab.
Armin Laschet (60, CDU) und Annalena Baerbock (40, Grüne) müssen sich vorsehen. In Umfragen schneiden sie immer schlechter ab.  © Montage: dpa/Federico Gambarini, dpa/Moritz Frankenberg

Bundestagswahl ist am 26. September, Umfragen geben nur ein Stimmungsbild

Wahlumfragen sind generell immer mit Unsicherheiten behaftet. Unter anderem erschweren nachlassende Parteibindungen und immer kurzfristigere Wahlentscheidungen den Meinungsforschungsinstituten die Gewichtung der erhobenen Daten.

Grundsätzlich spiegeln Umfragen nur das Meinungsbild zum Zeitpunkt der Befragung wider und sind keine Prognosen auf den Wahlausgang.

Für die Bild am Sonntag hat das Meinungsforschungsinstitut Insa insgesamt 1247 Menschen im Zeitraum vom 23. bis zum 27. August nach ihrer Partei-Wahl befragt. Am 27. August wurden zusätzlich 1002 Menschen befragt, welchen Bundeskanzler die Befragten direkt wählen würden, wenn dies möglich wäre.

Titelfoto: Montage: dpa/Federico Gambarini, dpa/Moritz Frankenberg, dpa/Fabian Sommer

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