Union wieder auf Kurs, Grüne schmieren weiter ab

Berlin - Die Union erholt sich wieder von ihrem Einbruch bei Wahlumfragen. Der neuerliche Zugewinn an Wählern geht auf Kosten der Grünen.

Armin Laschet (60, CDU) staunt nicht schlecht: Er holt immer weiter im Wahlkampf auf. Indes verliert Annalena Baerbock (40, Grüne) die Gunst der Wähler.
Armin Laschet (60, CDU) staunt nicht schlecht: Er holt immer weiter im Wahlkampf auf. Indes verliert Annalena Baerbock (40, Grüne) die Gunst der Wähler.  © Montage: dpa/Kay Nietfeld, dpa/Michael Kappeler

Eine Forsa-Wahlumfrage im Auftrag des RTL/ntv-Trendbarometers bestätigt den Aufwärtstrend von CDU und CSU, der sich bereits bei Umfragen in den vergangenen Wochen, aber auch bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt am Sonntag abzeichnete.

Die Union erhielt in der aktuellen Umfrage 27 Prozent der abgegebenen Stimmen. Das sind zwei Prozent mehr als bei der letzten Stimmungsabfrage.

Die Grünen hingegen kamen nur noch auf 22 Prozent. Das sind zwei Prozent weniger als in der Vorwoche.

Sie haben sich viel vorgenommen: Das sind die Schwerpunkte der Ampel-Koalition
Bundestagswahl 2021 Sie haben sich viel vorgenommen: Das sind die Schwerpunkte der Ampel-Koalition

Und das hat Seltenheitswert: Bei allen anderen Parteien gab es keine Änderungen. So stehen die SPD und FDP weiterhin jeweils bei 14 Prozent, die AfD kassiert 9 Prozent der Stimmen, die Linken kommen auf 6 Prozent. 8 Prozent der Befragten würden eine sonstige Partei wählen.

Satte 24 Prozent würden nicht wählen oder sind noch unentschlossen.

Baerbock nur noch knappe Favoritin auf Kanzlerposten

Wäre eine Direktwahl möglich, würden 21 Prozent Annalena Baerbock (40, Grüne, -3 Prozent), 20 Prozent Armin Laschet (60, CDU, +1 Prozent) und 16 Prozent Olaf Scholz (62, SPD, +2 Prozent) wählen. 43 Prozent der Befragten sehen in den drei Kandidaten keinen Kanzler und könnten sich nicht vorstellen, einen von ihnen zu wählen.

Besonders bitter dürfte dieses Ergebnis für Baerbock sein. Sie kam unmittelbar nach ihrer Nominierung als Kanzlerkandidatin im Umfragen auf 32 Prozent. In den sechs Wochen verlor sie demnach rund ein Drittel ihrer Anhänger.

Zu verantworten hat sie dies vermutlich selbst mit falschen Angaben im Lebenslauf, angestrebten höheren Spritpreisen und dem von ihr ins Spiel gebrachte Ende von Billig- und Kurzflügen.

Ende Mai überholten CDU/CSU die Grünen in den Wahlumfragen. Seither baut die Union ihren Vorsprung aus. Bis zur Bundestagswahl am 26. September bleibt es jedoch spannend. 2501 Personen nahmen zwischen dem 1. und 7. Juni an dieser Umfrage teil.

Titelfoto: Montage: dpa/Kay Nietfeld, dpa/Michael Kappeler

Mehr zum Thema Bundestagswahl 2021: