Wer hätte das gedacht: Dieser Kandidat legt im Kanzlerrennen weiter zu!

Mainz - Nachdem die Umfragewerte für Annalena Baerbock (40) nach ihrer Ernennung zur Kanzlerkandidatin der Grünen sich zuletzt stark verbessert hatten, muss sie jetzt mit einem Rückschlag zurechtkommen. Olaf Scholz (62) von der SPD kann sein Ergebnis weiter verbessern.

Annalena Baerbock (40, Grüne, M.) verlöre zurzeit ein direktes Duell sowohl gegen Armin Laschet (60, CDU, l.) als auch gegen SPD-Spitzenkandidat Olaf Scholz (62).
Annalena Baerbock (40, Grüne, M.) verlöre zurzeit ein direktes Duell sowohl gegen Armin Laschet (60, CDU, l.) als auch gegen SPD-Spitzenkandidat Olaf Scholz (62).  © Bild-Montage: dpa/Kappeler/Kumm/Nietfeld/dpa, ZDF

Die Forschungsgruppe Wahlen hat für das ZDF-Politbarometer die drei Kandidaten jeweils paarweise gegenübergestellt und über 1200 repräsentativ ausgewählte Wähler gefragt, wem sie ihre Stimme geben würden.

So hat CDU-Spitzenkandidat Armin Laschet (60) seinen Vorsprung auf Baerbock ausgebaut. Er käme gegen die Grüne auf 46 Prozent, Baerbock auf 42 Prozent (der Rest zu 100 Prozent antwortete mit "weiß nicht"). Anfang Mai lag das Verhältnis nur bei 46:44 für Laschet.

Auch gegen Scholz würde Baerbock mit 41:48 den Kürzeren ziehen. Anfang Mai lag sie mit 43:45 fast gleich auf.

Geht es um die Frage, wer bei einer Entscheidung zwischen Laschet und Scholz die meisten Stimmen bekäme, läge der SPD-Spitzenkandidat ebenfalls mit 45 Prozent zu 41 Prozent vorne, Anfang Mai lag das Verhältnis noch bei 46:43.

Scholz konnte also in beiden Konstellationen seine Führung ausbauen, während Baerbock Einbußen erlitt.

Grüne wären nach wie vor stärkste Kraft

Am 26. September 2021 wird der Deutsche Bundestag bei gewählt.
Am 26. September 2021 wird der Deutsche Bundestag bei gewählt.  © Kay Nietfeld/dpa

Auch bei der Frage, ob die Wähler im Falle einer Koalition von Union und Grünen lieber einen schwarzen Kanzler oder doch eher eine grüne Kanzlerin sehen würden, verlor Baerbock.

Lag das Verhältnis Anfang Mai noch bei 50 Prozent zu 39 Prozent zugunsten Laschets, so führt er nun mit 56:38.

Nur wenige Veränderungen gab es bei der Frage, wen die repräsentativ ausgewählten Personen wählen würden, wäre am kommenden Sonntag Bundestagswahl.

Die Grünen würden mit 25 Prozent (minus 1) weiterhin die stärkste Kraft stellen, gefolgt von der Union mit 24 Prozent (minus 1) und der SPD mit 14 Prozent (unverändert).

Dahinter lägen AfD (unverändert) und FDP (plus 1) mit 11 Prozent sowie die Linke mit 7 Prozent (unverändert). Die Freien Wähler bekämen 3 Prozent, alle anderen Parteien zusammen 5 Prozent.

Bei diesem Ergebnis hätte sowohl eine Koalition aus CDU/CSU und Grünen als auch eine aus Grünen, SPD und FDP die nötige Mehrheit. Nicht reichen würde es für Grün-Rot-Rot oder eine Fortführung der bestehenden Regierung aus Union und SPD.

Titelfoto: Bild-Montage: dpa/Kappeler/Kumm/Nietfeld/dpa, ZDF

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