Mit wem will Scholz koalieren? SPD-Kandidat möchte Union in die Opposition schicken

Berlin - Will SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz (63) eine Ampel, Rot-Rot-Grün oder klammheimlich doch am liebsten eine Große Koalition, die endlich einmal den Kanzler seitens der Sozialdemokraten stellt?

Olaf Scholz (63, SPD) am Dienstagabend in der ARD-Wahlarena zur Bundestagswahl in der Kulturwerft Gollan.
Olaf Scholz (63, SPD) am Dienstagabend in der ARD-Wahlarena zur Bundestagswahl in der Kulturwerft Gollan.  © Axel Heimken/dpa

Mit einer neuen Aussage lässt der 63-Jährige am Dienstag aufhorchen: Scholz hat es als sein persönliches Ziel bezeichnet, dass die Union nach der Bundestagswahl in der Opposition landet.

Ein Bündnis mit der Linkspartei schloss er am Dienstagabend in der ARD-"Wahlarena" weiter nicht aus.

"Sie können sicher sein, dass mein ganzes Ziel das ist, wie übrigens, wie ich den Eindruck habe, das vieler Bürgerinnen und Bürger, dass die CDU/CSU sich jetzt mal in der Opposition erholen kann", sagte Scholz auf die Frage eines Zuschauers, ob er sicher sein kann, dass es keine neue große Koalition mehr gebe.

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Auf die Frage eines anderen Zuschauers, ob er die SPD wählen könne, ohne damit die Linke in eine Regierung zu heben, sagte Scholz, er könne die SPD wählen und die Fragen, die er gestellt habe, sicher beantwortet finden.

"Jetzt ist die Stunde der Bürgerinnen und Bürger"

Moderiert wurde die ARD-Wahlarena von Andreas Cichowicz und Ellen Ehni.
Moderiert wurde die ARD-Wahlarena von Andreas Cichowicz und Ellen Ehni.  © Axel Heimken/dpa

Der Mann hatte als Gründe für seine Skepsis die Sorge unter anderem um das transatlantische Verhältnis und die Weiterentwicklung der EU genannt.

Scholz bekräftigte, Deutschland müsse auch bei der Sicherheit mit den USA zusammenarbeiten. Das gelte auch für die Nato. "Für mich kann es nur eine Regierung geben, die dazu völlig klar eingestellt ist." Das müsse vom ersten Tag an klar sein.

Auf die Nachfrage, ob er eine Koalition mit der Linken dann ausschließe, betonte Scholz, dass es in Deutschland im Augenblick ein "ganz, ganz demokratisches Momentum" gebe.

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Die künftige Koalition werde nicht im Hinterzimmer ausgemacht. "Jetzt ist die Stunde der Bürgerinnen und Bürger, die entscheiden", sagte Scholz. Dabei komme es auf den Kanzler an.

Titelfoto: Axel Heimken/dpa

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