Wahlforscher Jung sieht in Maskenaffäre "verheerendes Signal"

Mannheim - Der Wahlforscher Matthias Jung (65) von der Forschungsgruppe Wahlen sieht in der Maskenaffäre um den Mannheimer CDU-Bundestagsabgeordneten Nikolas Löbel (34) "ein verheerendes Signal" an die Wähler.

Matthias Jung, Vorstand des Meinungsforschungsinstituts Forschungsgruppe Wahlen.
Matthias Jung, Vorstand des Meinungsforschungsinstituts Forschungsgruppe Wahlen.  © Michael Kappeler/dpa

"Wir hatten zuerst zu wenige Schutzmasken, dann gab es Probleme beim Impfmanagement und jetzt können wir auch bei den Schnelltests nicht richtig klotzen", sagte Jung dem Mannheimer Morgen (Montag).

Wenn dann Abgeordnete ihre Beziehungen für private Profite nutzten, sei das eine Erschütterung der Grundlagen der demokratischen Kultur. (TAG24 berichtete)

Jung rechnet wegen der Maskenaffäre um den Abgeordneten Löbel mit einem schlechteren Abschneiden der CDU in Mannheim bei der Landtagswahl am kommenden Sonntag.

Die Partei habe in den Umfragen seines Forschungsinstituts aber schon vor dem Skandal zur Maskenbeschaffung schlecht abgeschnitten, sagte Jung der Zeitung.

"Die CDU wird diesen Vorgang also nicht als Ausrede für ihr Wahlergebnis heranziehen können."

Titelfoto: Michael Kappeler/dpa

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