AfD bald in der Regierung? Wieder keine Mehrheit nach Wahlumfrage in Thüringen

Erfurt - Gut sieben Monate vor der Landtagswahl in Thüringen bleibt die politische Situation außerordentlich kompliziert.

Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (64, Linke) und AfD-Frontmann Björn Höcke (48) sind keine Freunde. Eine Koalition beider Parteien ist ausgeschlossen. (Archivbild)
Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (64, Linke) und AfD-Frontmann Björn Höcke (48) sind keine Freunde. Eine Koalition beider Parteien ist ausgeschlossen. (Archivbild)  © Bodo Schackow/dpa-Zentralbild/dpa

Einer neuen Umfrage zufolge haben weder Rot-Rot-Grün noch Bündnisse der CDU ohne Beteiligung der AfD und der Linken eine Mehrheit.

Laut der repräsentativen Erhebung des Meinungsforschungsinstituts Insa im Auftrag der "Thüringer Allgemeinen" käme die Linkspartei wie bei der Wahl im Oktober 2019 auf 31 Prozent. Das bedeutet im Vergleich zur letzten Insa-Erhebung im November 2020 einen Rückgang um 2 Prozentpunkte.

Die Grünen liegen erstmals seit eineinhalb Jahren in einer Umfrage mit 8 Prozent (plus 2 Punkte im Vergleich zu letzten Umfrage) vor der SPD, die auf 7 Prozent (minus 3 Punkte) abrutscht. Zusammen erreichen die sie damit 46 Prozent der Stimmen.

Eine Mehrheit wäre somit - stand jetzt - nicht möglich. Für die repräsentative Erhebung befragte Insa vom 27. Januar bis 2. Februar insgesamt 1000 volljährige Menschen in Thüringen telefonisch und online.

AfD steigert ihre Werte

Die bisherigen Oppositionsfraktionen AfD, CDU und FDP kämen zusammen auf 51 Prozent. Dabei verbessert sich die AfD leicht auf 23 Prozent, während die CDU stabil bei 22 Prozent steht. Die FDP wäre mit 6 Prozent (plus 1 Punkt) sicher im Landtag.

Die Mehrheitsbildung ist schwierig, weil CDU und FDP eine Koalition mit der Linken sowie jede Zusammenarbeit mit der AfD ablehnen. Selbst ein Viererbündnis aus Union, Grünen, Sozialdemokraten und Liberalen kommt laut Umfrage zusammen nur auf 43 Prozent.

Die Landtagswahl findet parallel zur Bundestagswahl am 26. September statt.

Titelfoto: Bodo Schackow/dpa-Zentralbild/dpa

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