Dreyer triumphiert in Rheinland-Pfalz: Diese Koalition soll es werden

Mainz - Alles beim Alten in Rheinland-Pfalz! Die SPD setzte sich ersten Hochrechnungen zufolge deutlich gegen den ärgsten Verfolger CDU durch. Die anderen Parteien landeten derweil abgeschlagen auf den hinteren Plätzen.

SPD-Spitzenkandidatin Malu Dreyer (60) nimmt ihre Gesichtsmaske ab und freut sich über den Wahlsieg.
SPD-Spitzenkandidatin Malu Dreyer (60) nimmt ihre Gesichtsmaske ab und freut sich über den Wahlsieg.  © dpa/Boris Roessler

Unter dem Slogan "WIR MIT IHR" hatte die SPD ihren Wahlkampf ganz auf die beliebte Amtsinhaberin Malu Dreyer (60) zugeschnitten. Das Konzept ging auf, wenn auch mit leichten Verlusten - 2016 hatte man noch 36,2 Prozent der Stimmen einfahren können. Laut erster Hochrechnung von 18.53 Uhr sind es in diesem Jahr "nur" 34,2 Prozent.

"Es ist eine Bestätigung für unsere Regierungsarbeit und es ist eine Bestätigung dafür, dass die SPD eine gut aufgestellte Partei ist", so eine glückliche Dreyer. Man habe sein Ziel, erste Kraft zu bleiben, erreicht.

Für die CDU glich der Wahlabend hingegen einem echten Desaster. Mit einem deutlichen Minus fuhr man das schlechteste Ergebnis der Landesgeschichte ein.

Spitzenkandidat Christian Baldauf (53): "Die Wählerinnen und Wähler haben anders entschieden, das müssen wir akzeptieren." Und weiter: "Ich werbe dafür, nicht den Kopf hängen zu lassen."

In den letzten Wochen "kam natürlich einiges dazwischen, was uns keinen Rückenwind gegeben hat." Man werde jetzt alles geben, "dass wir eine starke Opposition bilden".

Große Koalition? Laut Roger Lewentz ausgeschlossen!

Noch am Abend gab es aus Reihen der SPD Ansagen, welche Koalition das Land in den kommenden Jahren regieren könne.

So schloss der Landesvorsitzende und Innenminister Roger Lewentz (57, SPD) eine Große Koalition aus. Sie sei das, was gemacht werde, wenn nichts anderes möglich ist.

Fraktions-Chef Alexander Schweitzer (47) machte sich für eine Fortsetzung der Ampel aus SPD-FDP und Grünen aus. "Wir sind die Nummer eins und wir wollen mit der Ampel weiter regieren. Das ist das Signal und das ist die Botschaft des Abends."

Theoretisch wäre auch ein Bündnis aus SPD, Grünen und Freien Wählern möglich.

Titelfoto: dpa/Boris Roessler

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