Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern: 40 Prozent für die SPD laut Hochrechnung

Schwerin - Doppelter Wahltag in Mecklenburg-Vorpommern! Die Wählerinnen und Wähler waren am Sonntag nicht nur zur Bundestagswahl aufgerufen, sondern auch der Landtag in Schwerin wurde neu gewählt.

Ist kein Märchenschloss, sondern der Sitz des Landtags von Mecklenburg-Vorpommern: das Schweriner Schloss. (Archivbild)
Ist kein Märchenschloss, sondern der Sitz des Landtags von Mecklenburg-Vorpommern: das Schweriner Schloss. (Archivbild)  © Bernd Wüstneck/dpa-Zentralbild/dpa

Ersten Prognosen zufolge könnte die SPD die Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern klar gewinnen.

Erstmals trat Manuela Schwesig (47, SPD) an, um ihr Amt als Ministerpräsidentin zu verteidigen. Sie übernahm es im Juli 2017 von Erwin Sellering (71), der wegen gesundheitlicher Probleme zurücktrat.

Die CDU schickte mit Michael Sack (48) einen chancenlosen Gegenkandidaten ins Rennen. Er bezeichnete den Ausgang nach der ersten Prognose als "katastrophal" für seine Partei.

Spannend wird die Auszählung auch für FDP und Grüne, die auf einen Wiedereinzug ins Parlament hoffen mussten. Sie können sich laut Prognose jeweils über einen deutlichen Zuwachs freuen.

Mit Spannung wird ebenso das Abschneiden der AfD verfolgt, die wohl zweitstärkste Kraft werden könnte.

Wird nach der Wahl die SPD-CDU-Koalition verlängert, oder ergibt sich die Option auf ein anderes Bündnis?

455 Kandidaten von 24 Parteien sowie 9 Einzelbewerber bewerben sich um die 71 Mandate – davon 36 per Direktwahl – im Landtag.

TAG24 berichtet über die Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern in einem Liveticker. Die Einträge sind in chronologischer Reihenfolge, das heißt das Neuste steht oben, ältere Meldungen findet Ihr weiter unten.

Update, 27. September, 8.03 Uhr: Wahlsieg der SPD

Die SPD hat einen furiosen Wahlsieg eingefahren. Damit ergeben sich mehrere Koalitionsmöglichkeiten.

Mehr dazu lest Ihr im Artikel "SPD gewinnt Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern deutlich".

Update, 23.58 Uhr: Hochrechnung - 40 Prozent für die SPD bei Landtagswahl in MV

Die SPD von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig hat die Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern klar gewonnen. Laut einer ARD-Hochrechnung (23.26 Uhr) erzielten die Sozialdemokraten am Sonntag 40,0 Prozent der Stimmen. Sie legten damit im Vergleich zur Landtagswahl 2016 kräftig zu. Damals stimmten 30,6 Prozent der Wähler für die Sozialdemokraten.

Die CDU mit ihrem Landesvorsitzenden Michael Sack als Spitzenkandidat erhielt der ARD-Hochrechnung zufolge 13,3 Prozent der Stimmen - 2019 kam sie noch auf 19,0 Prozent. Die Partei bleibt damit erneut hinter der AfD zurück, die auf 16,8 Prozent kommt. Auch sie büßte damit im Vergleich zur Landtagswahl 2016 ein. Damals kam sie auf 20,8 Prozent.

Die Linke kommt der Hochrechnung zufolge auf 9,9 Prozent, ihr historisch schlechtestes Ergebnis. Sowohl die FDP als auch die Grünen schaffen mit 5,8 beziehungsweise 6,0 Prozent den Wiedereinzug in den Schweriner Landtag.

Update, 21.50 Uhr: Weitere Hochrechnungen

Die SPD bleibt bei weiteren Hochrechnungen stärkste Kraft (38,8 Prozent) vor der AfD (18,1 Prozent).

Die CDU kommt auf 13,9 Prozent, Linke auf 9,5 Prozent. Grüne (5,6 Prozent) und FDP (5,7 Prozent) liegen nahezu gleich auf.

Update, 20.06 Uhr: SPD siegt bei Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern

Auch die ersten Hochrechnungen zeigen: Die SPD bleibt stärkste Kraft.
Auch die ersten Hochrechnungen zeigen: Die SPD bleibt stärkste Kraft.  © Screenshot/ZDF.de

Die SPD hat die Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern mit großem Abstand gewonnen.

Laut der ersten ARD-Hochrechnung erzielten die Sozialdemokraten mit ihrer Spitzenkandidatin Manuela Schwesig am Sonntag mit 38,3 ihr bestes Ergebnis seit 2002. Ihr Koalitionspartner CDU muss dagegen mit 14,3 Prozent sein historisch schlechtestes Ergebnis hinnehmen - nach 19,0 Prozent bei der Landtagswahl 2016.

Zweitstärkste Kraft wird der Hochrechnung zufolge die AfD mit 18,0 Prozent - nach 20,8 Prozent bei der Wahl 2016. Die Linke konnte den seit 2011 anhaltenden Abwärtstrend nicht stoppen und fährt mit 9,7 Prozent ihr bislang schlechtestes Wahlergebnis ein.

Sehr gute Chancen auf einen Wiedereinzug in den Landtag haben der Hochrechnung zufolge FDP und Grüne.

Die Liberalen - seit 2011 nicht mehr im Parlament vertreten - kommen auf 6,0 Prozent, die Grünen - seit 2016 nicht mehr im Landtag - auf 6,7 Prozent.

Update, 19.14 Uhr: Schwesig lässt Koalitionsfrage offen

Nach ihrem deutlichen Wahlsieg lässt Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) die Frage einer künftigen Regierungskoalition noch offen: "Wir warten jetzt die endgültigen Ergebnisse ab und schauen dann, mit wem man stabile Mehrheiten bilden kann", sagte Schwesig am Sonntag im ZDF auf die Frage, ob sie die Koalition mit der CDU fortsetzen wolle.

Sie sehe drei klare Voraussetzungen für eine gemeinsame Regierung: Erstens stabile Mehrheiten, zweitens sozialdemokratische Themen wie eine starke Wirtschaft, gute Arbeit, sozialer Zusammenhalt und Umwelt sowie drittens die Verlässlichkeit des Partners.

"Unsere Parteigremien werden morgen Abend zusammenkommen und dann schauen wir, mit wem wir Gespräche führen werden."

In der ARD betonte Schwesig zudem, dass sie nach dem klaren Sieg bei der Landtagswahl in Schwerin bleiben und nicht nach Berlin wechseln werde.

Update, 19.03 Uhr: Grüne vor Wiedereinzug in Schweriner Landtag

Ole Krüger (l.) klatscht nach Bekanntgabe der ersten Prognosen bei der Wahlparty von Bündnis 90/Die Grünen.
Ole Krüger (l.) klatscht nach Bekanntgabe der ersten Prognosen bei der Wahlparty von Bündnis 90/Die Grünen.  © Christopher Hirsch/dpa

Die Grünen in Mecklenburg-Vorpommern stehen nach ersten Prognosen zum Ausgang der Landtagswahl vor dem Wiedereinzug in den Schweriner Landtag. "Der Landtagseinzug war unser wichtigstes Ziel", sagte der Landesvorsitzende Ole Krüger am Sonntagabend in Schwerin.

"So wie's aussieht, haben wir das erreicht - und das freut ungemein." Sieben Prozent seien ein starkes Ergebnis für einen engagierten Wahlkampf. "Wir bleiben jetzt erstmal auf dem Boden und gucken, wie die Hochrechnungen sich über den Abend entwickeln."

Die Grünen seien sehr zuversichtlich, dass sich die Ergebnisse oberhalb der Fünf-Prozent-Hürde einpegeln werden.

Update, 19 Uhr: Ministerpräsidentin spricht von "wunderbarem Abend"

Manuela Schwesig (SPD) spricht neben ihrem Ehemann bei der Wahlparty der SPD im Brinkamas.
Manuela Schwesig (SPD) spricht neben ihrem Ehemann bei der Wahlparty der SPD im Brinkamas.  © Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa

Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) hat nach den ersten Prognosen begeistert auf den überwältigenden SPD-Sieg bei der Landtagswahl am Sonntag reagiert.

Es sei ein "wunderbarer Abend" für die SPD in Mecklenburg-Vorpommern, sagte sie.

Schwesig sprach von einem "ganz klaren Bürgervotum für die SPD".

Update, 18.50 Uhr: FDP jubelt über Wiedereinzug in Landtag

Rene Domke (r., FDP) und Hagen Reinhold (FDP) beglückwünschen sich zu dem Wahlergebnis.
Rene Domke (r., FDP) und Hagen Reinhold (FDP) beglückwünschen sich zu dem Wahlergebnis.  © Bernd Wüstneck/dpa-Zentralbild/dpa

Die Freien Demokraten jubeln angesichts der ersten Prognosen nach der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern.

"Was für ein wunderschöner Abend", rief ihr Spitzenkandidat René Domke seinen Unterstützern zu. Die FDP erreicht nach einer ersten Prognose des Umfrageinstituts infratest dimap in Mecklenburg-Vorpommern 6,5 Prozent und hätte damit den Wiedereinzug in den Landtag deutlich geschafft.

Domke machte die hohe Bedeutung von Wirtschaftsthemen für die Wählerinnen und Wähler für das gute Ergebnis mitverantwortlich: "Ich denke schon, dass die Menschen jetzt tatsächlich nach der Pandemie auch Antworten wollen, wie es mit der Wirtschaft weitergehen soll."

Das am Donnerstag veröffentlichte ZDF-Politbarometer hatte die FDP mit 5,5 Prozent nur knapp über der Fünf-Prozent-Hürde gesehen.

Update, 18.32 Uhr: CDU-Spitzenkandidat spricht von Katastrophe

Michael Sack (r., CDU) steht neben Philipp Amthor (CDU) in der Orangerie im Schloss.
Michael Sack (r., CDU) steht neben Philipp Amthor (CDU) in der Orangerie im Schloss.  © Christian Charisius/dpa

Der CDU-Spitzenkandidat der CDU zur Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommen, Michael Sack, bezeichnet den Ausgang nach der ersten Prognose als "katastrophal" für seine Partei.

Danach erhält die Union 14 Prozent der Stimmen und damit so wenige wie noch nie. Wie es weitergehen soll, werde am Montagabend bei einer Sitzung des Landesvorstandes geklärt, sagte Sack am Sonntag bei der CDU-Wahlparty in der Orangerie des Schweriner Schlosses.

Dann lägen die endgültigen Ergebnisse vor. Er habe ein bisschen Hoffnung, dass die Zahlen noch etwas besser werden.

Update, 18.27 Uhr: AfD-Spitzenkandidat Kramer zufrieden

Nikolaus Kramer (AfD) spricht bei der Wahlparty im Achteck.
Nikolaus Kramer (AfD) spricht bei der Wahlparty im Achteck.  © Marcus Brandt/dpa

Der AfD-Spitzenkandidat, Nikolaus Kramer, hat sich trotz leichter Verluste zufrieden mit dem prognostizierten Ergebnis seiner Partei gezeigt.

"Dennoch haben wir unser Ziel erreicht, das Ziel, stärkste Oppositionskraft zu bleiben", sagte er am Sonntag in Schwerin.

Laut einer ZDF-Prognose könnte die AfD zweitstärkste Kraft werden.

Schon bei der Landtagswahl 2016 hatte die AfD 20,8 Prozent geholt und wurde Zweitplatzierte hinter der SPD. Die Partei zog damals erstmals in den Landtag in Schwerin ein.

Titelfoto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa, ZDF

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