Trotz schwarz-grüner Sondierung: Wüst trifft sich mit Kutschaty

Düsseldorf – Die etablierten Parteien in NRW hatten nach der Wahl angekündigt, alle untereinander Gespräche zu führen - und so kommt es: Heute soll Ministerpräsident Hendrik Wüst (46, CDU) den SPD-Chef Thomas Kutschaty (53) treffen. Auch, wenn die CDU und Grünen vor Sondierungen stehen.

Thomas Kutschaty (53, l.) und Hendrik Wüst (46, CDU) treffen sich nach der Landtagswahl. Noch ist nicht klar, in welcher Form NRW regiert wird.
Thomas Kutschaty (53, l.) und Hendrik Wüst (46, CDU) treffen sich nach der Landtagswahl. Noch ist nicht klar, in welcher Form NRW regiert wird.  © Oliver Berg/dpa

Eine Woche nach der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen wollen CDU und Grüne in Sondierungsgespräche für eine mögliche Koalition gehen. Zuvor treffen sich am Montag (10 Uhr) der Wahlsieger, Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU), und SPD-Landeschef Thomas Kutschaty im Düsseldorfer Landtag in kleinstem Kreis zu einem Arbeitsgespräch. Das war bereits länger vereinbart worden.

Kurz vor dem geplanten Gespräch hatten CDU und Grüne am Sonntagabend verkündet, nach einem ersten Treffen in Sondierungsgespräche zu gehen. Sie sollen in den kommenden Tagen starten. Sollten diese Gespräche scheitern, gäbe es noch Hoffnung für Kutschatys SPD: Sie könnte rein rechnerisch eine Ampelkoalition anführen oder als Juniorpartner in einer großen Koalition mitregieren.

Die Grünen gaben am Sonntag Einblick in ihre bisherigen Gespräche – und damit eine klare Richtung vor: Die CDU habe "sehr ernsthaftes Interesse an der Bildung einer Koalition signalisiert". Die SPD stünde ebenfalls zur Verfügung.

Die FDP habe deutlich gemacht, dass sie "zum jetzigen Zeitpunkt" für weitere Gespräche nicht bereitstehe und den Regierungsauftrag bei CDU und Grünen sehe.

Titelfoto: Oliver Berg/dpa

Mehr zum Thema Landtagswahl: