Fleisch bis zu 60 Prozent teurer! Das bewirken neue EU-Regeln für Bauern

Kiel - Droht ein neuer Preisschock im Supermarkt? Die veränderte Agrar- und Umweltpolitik der Europäischen Union (EU) könnte laut einer Studie zu deutlich höheren Kosten für Agrarprodukte führen.

Fleisch könnte laut Studie deutlich teurer werden. (Symbolfoto)
Fleisch könnte laut Studie deutlich teurer werden. (Symbolfoto)  © javiindy/123RF

Bei vollständiger Umsetzung der Farm-to-Fork-Strategie und der Biodiversitätsstrategie würde die Produktion etwa bei Getreide, Ölsaaten und Rindfleisch um 20 Prozent sinken, wie aus der am Montag veröffentlichten Studie der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel hervorgeht.

Der Direktor des Instituts für Agrarökonomie, Christian Henning, hat die Arbeit im Auftrag verschiedener Agrarverbände angefertigt.

Nach Hennings Berechnungen würde der Produktionsrückgang zu Preissteigerungen in der EU führen, die von 10 bis 20 Prozent bei Obst, Gemüse, Ölsaaten und Getreide, mehr als 30 Prozent für Rohmilch, rund 50 Prozent für Schweinefleisch und bis fast 60 Prozent für Rindfleisch reichen.

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Der von der EU gewünschte Rückgang der Treibhausgas-Emissionen würde sich der Studie zufolge weltweit betrachtet nicht einstellen.

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Landwirte in Europa müssen sich an neue Umweltregeln halten. (Symbolbild)
Landwirte in Europa müssen sich an neue Umweltregeln halten. (Symbolbild)  © Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa

Einsparungen in der EU würden durch die Landwirtschaft außerhalb der EU und durch einen Wandel in der Landnutzung vollständig ausgeglichen.

Mit der Farm-to-Fork-Strategie und der Biodiversitätsstrategie will die EU eine umweltfreundlichere Landwirtschaft durchsetzen.

Dazu gehören die Verringerung des Einsatzes von Düngemitteln und Pestiziden sowie eine deutliche Ausweitung der biologischen Landwirtschaft.

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Die auftraggebenden Verbände, darunter der Deutsche Bauernverband und der Industrieverband Agrar, forderten die EU auf, die Vorgaben noch einmal auf Wirksamkeit und negative Effekte zu prüfen.

Die EU-Kommission müsse sicherstellen, dass der angestrebte Umbau nicht auf dem Rücken der Agrarwirtschaft stattfinde.

Titelfoto: Montage: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa, javiindy/123RF

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