Dutzende Menschen bei erster "Fridays for Future"-Demo des Jahres

Rostock – Die Corona-Pandemie ließ es um die Fridays-for-Future-Bewegung sehr ruhig werden. Das hat sich nun geändert.

Vertreter des Gastgewerbes, des Einzelhandels, Schausteller und Veranstalter protestieren auf dem Neuen Markt vor dem Rathaus gegen Schließungen und Auflagen im Corona-Lockdown.
Vertreter des Gastgewerbes, des Einzelhandels, Schausteller und Veranstalter protestieren auf dem Neuen Markt vor dem Rathaus gegen Schließungen und Auflagen im Corona-Lockdown.  © Bernd Wüstneck/dpa-Zentralbild/dpa

Rund 150 meist junge Fahrradfahrer haben nach Polizeiangaben an der ersten Fridays-for-Future-Demonstration des Jahres in Rostock teilgenommen.

Sie richte sich "gegen die leeren Versprechungen der Klimapolitik", sagte Sprecherin Lieselotte Holnberg. Auch während der weltweiten Pandemie höre die Klimakrise nicht auf, ein Problem für die Zukunft darzustellen.

Auch in Greifswald setzten sich laut Polizeiangaben am Freitagnachmittag rund 150 Aktivisten und Aktivistinnen mit ihren Fahrrädern in Bewegung - aufgeteilt in zwei Demonstrationszüge und zeitversetzt. Sie fuhren begleitet von der Polizei und mit Masken und Musik entgegengesetzt auf einer Route unter anderem den Marktplatz entlang.

Die Demonstranten kritisierten die Leichtigkeit, mit der - aus ihrer Sicht - Politiker Dinge versprechen. So mache sich Enttäuschung breit, "dass es in den letzten Jahren fast nur leere Worte für uns zu hören gab", sagte eine Teilnehmerin in Rostock.

Es bleibe Skepsis, auch wenn die Rostocker Klimabewegung im Dezember den Bürgerschaftsbeschluss für ein klimaneutrales Rostock bis 2035 erstritten habe.

Ein weiterer Kritikpunkt der Demonstranten war das Kohlekraftwerk der Stadt. Zwar könne die Bürgerschaft es nicht abschalten, sie könne aber dafür sorgen, dass die Stadtwerke keine fossile Fernwärme mehr aus dem Kohlekraftwerk beziehen. Die Parteien dürften andernfalls nicht weiter von Klimaschutz in ihren Programmen reden.

Titelfoto: Bernd Wüstneck/dpa-Zentralbild/dpa

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