Nach Hungerstreik: Klimaaktivisten planen Störaktionen auf Autobahnen

Deutschland - Knapp zwei Monate nach ihrem Hungerstreik haben Klimaaktivisten ihre Pläne für Autobahnblockaden im Januar erläutert.

Schon bei ihrem Treffen mit SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz (63) drohten die beiden Aktivisten mit Autobahn-Blockaden.
Schon bei ihrem Treffen mit SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz (63) drohten die beiden Aktivisten mit Autobahn-Blockaden.  © Kay Nietfeld/dpa

Es gehe darum, "die Bundesrepublik zu einem Stillstand zu bringen", falls Forderungen bis dahin nicht erfüllt würden, sagte die Studentin Lea Bonasera am Freitag.

Dazu gehören die Verabschiedung eines Gesetzes gegen Essensverschwendung vor Jahresende und die rasche Entscheidung für eine Agrarwende bis 2030.

Geplant sei gewaltfreier ziviler Ungehorsam ab Mitte Januar, sagte der Aktivist Henning Jeschke. Es werde Aktionen in kleinen Gruppen an mehreren Stellen auf deutschen Autobahnen geben.

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"Wir laden dazu ein, sich dem anzuschließen", sagte Jeschke in einem Online-Briefing für Medien. Dabei werde man "alles in unsere Macht stehende tun, dass die Aktionen sicher verlaufen".

Bonasera sagte: "Selbst wenn sie uns bekämpfen wollen, werden wir uns davon nicht aufhalten lassen."

Hinter den beiden steht eine Gruppe namens "Aufstand der letzten Generation", die derzeit in Online-Veranstaltungen um Unterstützer wirbt.

Lea Bonasera und Henning Jeschke waren die beiden verbliebenen Teilnehmer des "Hungerstreiks der letzten Generation".
Lea Bonasera und Henning Jeschke waren die beiden verbliebenen Teilnehmer des "Hungerstreiks der letzten Generation".  © Jörg Carstensen/dpa

Sie werfen der Politik vor, den Ernst der Klimakrise zu verkennen und die bisherigen Proteste zu ignorieren. Am Freitag war in Berlin eine weitere Demonstration der Bewegung Fridays for Future mit 200 Teilnehmern angemeldet.

Titelfoto: Jörg Carstensen/dpa

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