"unite behind the science": Fridays for Future sieht Parallelen bei Corona- und Klimakrise

Hannover - Die Klimaschutzbewegung Fridays for Future fordert von der Politik im Umgang mit dem Klimawandel dieselbe Entschlossenheit wie mit der Corona-Krise.

Hannover: Aktivisten der Klimabewegung "Fridays for Future" demonstrieren zum globalem Streikttag mit einem "Walk of Shame" in der Innenstadt.
Hannover: Aktivisten der Klimabewegung "Fridays for Future" demonstrieren zum globalem Streikttag mit einem "Walk of Shame" in der Innenstadt.  © dpa/Ole Spata

Es sei beeindruckend zu sehen, wie deutlich und stark die Politik reagieren könne, wenn sie denn möchte, sagte die Klimaaktivistin Lou Töllner, die Fridays for Future in Hannover mit ins Leben gerufen hat, mit Blick auf die Corona-Politik.

Der politische Wille könne Berge versetzen. "Das war ganz offensichtlich in der Klimapolitik sehr lange nicht der Fall."

Dabei sieht Töllner durchaus Parallelen bei der Corona- und der Klimakrise - etwa die Notwendigkeit, die Wissenschaft ernstzunehmen, wie der Fridays-for-Future-Slogan "unite behind the science" (frei übersetzt: hört auf die Wissenschaft) zeige.

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Die Leugner des Klimawandels und die Kritiker der Corona-Maßnahmen seien zwar "sehr laute Gruppen, zum Glück bisher aber auch kleine Gruppen".

Für 2021 hofft Fridays for Future, die Auseinandersetzung mit Klimafragen mit Blick auf die Bundestagswahl wieder stärker in den Fokus der Öffentlichkeit rücken zu können.

"Wir werden sehr stark daran arbeiten, dass die Antwort auf die Klimakrise das wahlentscheidende Thema bleibt", sagte Töllner, betonte aber: "Wir agieren parteienunabhängig." Fridays for Future erwarte jedoch, dass jede Partei vor der Wahl einen Plan für die Umsetzung des Pariser Klimaabkommens vorlegt. Gerade in den nächsten Monaten werde die Bewegung dafür coronabedingt wieder auf Online-Demos setzen.

Gerade in den nächsten Monaten werde die Bewegung dafür coronabedingt wieder auf Online-Demos setzen.

Titelfoto: dpa/Ole Spata

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