Unzufrieden: Fridays For Future fordert Reform des Leipziger Klimabeirats

Leipzig - Die Leipziger Klimaaktivisten sind unzufrieden mit der derzeitigen Klimapolitik der Stadt. Vor allem die Tätigkeit und Befugnisse des Klimaschutzbeirats sollen überarbeitet werden, fordert nun eine Petition.

Der Klimabeirat soll die Stadt in Umwelt-Belangen beraten und unterstützen. Aktuell sei sein Mitspracherecht zu bemängeln.
Der Klimabeirat soll die Stadt in Umwelt-Belangen beraten und unterstützen. Aktuell sei sein Mitspracherecht zu bemängeln.  © Ralf Seegers

"Die Stadt hat sich so zu den Pariser Klimazielen bekannt. Dass der Klimaschutzbeirat faktisch keinen Einfluss darauf hat, ob ein Stadtratsbeschluss mit den Klimazielen der Stadt vereinbar sein wird, ist ein großes Problem. Als Klimagerechtigkeitsbewegung sehen wir die dringende Notwendigkeit für einen tatsächlich handlungsfähigen Klimaschutzbeirat", heißt es in einer Mitteilung der Petitions-Initiatoren.

Nach dem Ausrufen des Klimanotstandes im Oktober 2019 war der Klimaschutzbeirat gegründet worden. Dieser sollte der Stadt beratend zur Seite stehen und Nachhaltigskeitsstrategien erarbeiten.

Einen wirklichen Einfluss auf die Entscheidung der Stadt habe der Beirat aber nicht, bemängeln die Klimaaktivisten.

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Die Petition mit dem Namen "Klimaschützen – Klimaschutzbeirat stärken!" wurde am Donnerstag eingereicht und bekommt bereits Unterstützung aus den Reihen der Stadträte.

"Entweder wird der Klimaschutzbeirat zu einem ernstzunehmenden Akteur umgebaut, oder er wird zur Farce für alle Beteiligten", stellte beispielsweise Linken-Stadtrad Michael Neuhaus klar.

Titelfoto: Ralf Seegers

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