Verbrenner-Aus jetzt schon bis 2025: Wird Fridays for Future größenwahnsinnig?

Deutschland - Während in Berlin die Koalitionsverhandlungen für eine Ampel-Regierung beginnen, zeigt sich Fridays for Future von dem vorgelegten Sondierungspapier enttäuscht.

Luisa Neubauer (25) von Fridays for Future stellt bei einem Pressegespräch die Forderungen vor, die die neue Bundesregierung in den ersten 100 Tagen erfüllen soll.
Luisa Neubauer (25) von Fridays for Future stellt bei einem Pressegespräch die Forderungen vor, die die neue Bundesregierung in den ersten 100 Tagen erfüllen soll.  © Paul Zinken/dpa

Am Mittwoch stellten die Umwelt- und Klima-Aktivisten einen Sechs-Punkte-Katalog vor, der die neue Bundesregierung zu weitreichenden Sofortmaßnahmen auffordert.

Diese sollen innerhalb der ersten 100 Tage nach Regierungsantritt beschlossen bzw. umgesetzt werden.

Die wohl auffälligste Forderung der 2018 gegründeten Bewegung beinhaltet einen "Einbaustopp für fossile Verbrennermotoren" ab 2025. Entsprechende Fahrzeuge dürften dann zwar noch verkauft, aber nicht mehr hergestellt werden.

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Zum Vergleich: Bislang war vonseiten der Grünen keine Neuzulassung für Benziner und Dieselautos ab 2030 gefordert.

Wie Annika Rittmann (19), die Sprecherin von Fridays for Future Deutschland, verkündete, fordern die Aktivisten außerdem einen sofortigen Neu- und Ausbaustopp für deutsche Autobahnen und Bundesstraßen.

Weiterhin sind in dem Maßnahmen-Katalog etwa ein verbindlicher Kohleausstieg bis 2030 sowie die "Beseitigung von Hindernissen beim Ausbau der Sonnen- und Windenergie" enthalten.

"Die Zeit der Ausreden ist vorbei. Ein Weiter so in ökoliberal ist zum Scheitern verurteilt. Das wissen die Verhandelnden genauso gut wie wir", verkündete Luisa Neubauer (25). Der Umbau zur Klimaneutralität sei möglich, da die dafür notwendige Technik zur Verfügung stehe.

Fridays for Future: Annika Rittmann und Luisa Neubauer stellen Sechs-Punkte-Katalog vor

"Wir haben heute 1,5° Grad-Forderungen an die neue Regierung gestellt. Wir fordern keine Begrünung der Regierungsarbeit, wir fordern vollumfängliche Systemveränderungen", schrieb Luisa Neubauer auf Twitter.

Titelfoto: Paul Zinken/dpa

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