Sachsen-Anhalt nach der Wahl: Grüne wollen keine Kenia-Koalition

Magdeburg - Die Grünen stehen in Sachsen-Anhalt nicht erneut für eine Koalition mit CDU und SPD zur Verfügung.

Der Landesvorsitzende der Grünen, Sebastian Striegel (40), erklärte am Montag, dass es keine Neuauflage der Kenia-Koalition geben wird.
Der Landesvorsitzende der Grünen, Sebastian Striegel (40), erklärte am Montag, dass es keine Neuauflage der Kenia-Koalition geben wird.  © Peter Gercke/dpa-Zentralbild/dpa

Das habe der Landesvorstand am Montagabend beschlossen, sagte der Landesvorsitzende Sebastian Striegel (40) nach einer Vorstandssitzung am Montagabend der Deutschen Presse-Agentur.

Nach dem deutlichen Wahlsieg von Ministerpräsident Reiner Haseloff (67, CDU) hätten CDU und SPD auch ohne die Grünen eine Mehrheit, allerdings nur eine Stimme.

Damit ist eine von vier Koalitionsoptionen für Haseloff bereits vom Tisch. Für eine Koalition mit CDU und FDP sind die Grünen hingegen weiter offen. Anders als CDU und SPD haben CDU und FDP zu zweit keine Mehrheit im neuen Magdeburger Landtag.

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Haseloff habe ein gutes Ergebnis eingefahren, sagte Striegel. Er habe mit Schwarz-Rot und Schwarz-Gelb-Grün zwei demokratische Optionen und müsse nun entscheiden, mit wem er regieren will.

Denkbar wäre außerdem eine Koalition aus CDU, SPD und FDP. Die Spitzenkandidatin der Liberalen, Lydia Hüskens (57), hatte sich über eine Beteiligung an einer Koalition, in der es auf die Stimmen der FDP nicht ankommt, aber skeptisch geäußert. Die FDP werde kein "Reserverad" für eine solche Koalition sein.

Die CDU hatte am Montagabend beschlossen, Sondierungen mit SPD, FDP und Grünen führen zu wollen. Am Dienstag wollen sich die zukünftigen Fraktionen der potenziellen Regierungsparteien jeweils im Landtag treffen und über das weitere Vorgehen beraten.

Titelfoto: Peter Gercke/dpa-Zentralbild/dpa

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