Dieser Lehrer darf wegen seinen Tätowierungen nicht mit Kindern arbeiten

Essonne - Ein Mann aus dem französische Département Essonne in der Region Paris gilt als der am meisten tätowierte Mensch in Frankreich. Doch Sylvain (35), der auch als "FreakyHoody" bekannt ist, hat sich nun in den Medien darüber beschwert, dass sein ungewöhnliches Aussehen zu Problemen in seinem Job führen würde.

Dieser Schullehrer unterrichtet kleine Kinder. Aufgrund seiner Tätowierungen und der Eltern-Beschwerden darüber droht ihm nun der Jobverlust.
Dieser Schullehrer unterrichtet kleine Kinder. Aufgrund seiner Tätowierungen und der Eltern-Beschwerden darüber droht ihm nun der Jobverlust.  © Screenshot Facebook/FreakyHoody

Der Mann ist nämlich Grundschullehrer. Und dass er von Kopf bis Fuß tätowiert ist, stört einige Kollegen und Eltern so richtig. Aus diesem Grund wolle die Schule, an der er die Kinder unterrichtet, ihn nicht länger beschäftigen.

"Mein Arbeitgeber will nicht mehr, dass ich zur Schule komme", sagte der 35-Jährige gegenüber BFM TV. Angeblich sei er aufgrund seiner zahlreichen Tätowierungen eine Gefahr und werde beschuldigt, damit die "Kinder zu erschrecken". 

Der Körper des Lehrers ist fast zu hundert Prozent mit Tattoos bedeckt, einschließlich Gesicht, Kopf und Hals.

"Mein Aussehen ist kein Hindernis und ich denke, ich bin ein guter Lehrer", sagte Sylvain, der zuvor bereits auf allen Ebenen vom Kindergarten bis zur Grundschule unterrichtete. 

Aber auch am College, in der SEGPA - das ist die Berufsschule für Schüler mit ernsthaften und dauerhaften Lernschwierigkeiten - und sogar in England.

Und weiter: "Mit den Eltern der Kinder, die ich im Unterricht habe, läuft alles gut. Doch ich stelle immer wieder fest, dass sich einer von tausend Eltern beschwert. Und dann kommen die Beschwerden von den Müttern und Vätern, deren Kinder ich nicht unterrichte."

Diskriminierung durch den Bildungsminister?

Inzwischen mischte sich auch der französische Bildungsminister Jean-Michel Blanquer (55) ein und sagte im Fernsehen, dass die Schule kein Strand, keine Disco oder kein Nachtclub ist. 

Blanquer verwies auch auf die Mode einiger französischer Teenager, die in Shorts und mit Blusen, die offen bis zum Bauchnabel sind, zur Schule gehen. Sylvain beschuldigte die Behörden daraufhin, diese Schüler diskriminiert zu haben. 

Ob "FreakyHoody" seinen Job behalten kann? 

Titelfoto: Screenshot Facebook/FreakyHoody

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