Urteil erwartet! Fünf mutmaßliche G20-Randalierer vor Gericht

Hamburg - Im Prozess um den gewalttätigen Aufmarsch an der Hamburger Elbchaussee beim G20-Gipfel wird am Freitag ein Urteil erwartet.

Während des G20-Gipfels 2017 in Hamburg kam es zu zahlreichen Ausschreitungen.
Während des G20-Gipfels 2017 in Hamburg kam es zu zahlreichen Ausschreitungen.  © Sebastian Willnow/dpa-Zentralbild/dpa

Die Staatsanwaltschaft wirft den fünf Angeklagten schweren Landfriedensbruch und Mittäterschaft bei Brandstiftung und gefährlicher Körperverletzung vor. 

Die vier jungen Männer aus dem Rhein-Main-Gebiet sowie ein weiterer Angeklagter aus Frankreich sollen unter den rund 220 schwarz Vermummten gewesen sein, die am Morgen des 7. Juli 2017 Autos und Gebäude an der Elbchaussee anzündeten, zahlreiche Scheiben einschlugen und Häuser mit Farbe beschmierten.

Für die vier deutschen Angeklagten hat die Staatsanwaltschaft Haftstrafen zwischen zweieinhalb und drei Jahren beantragt. 

Der Franzose, dem auch Angriffe auf die Polizei im Schanzenviertel vorgeworfen werden, soll für vier Jahre und neun Monate ins Gefängnis. 

Bei den rund 100 Einzeltaten entstand nach Angaben der Staatsanwaltschaft ein Schaden von mindestens einer Million Euro.

Die Angeklagten stehen mit ihren Anwälten im Landgericht im Saal.
Die Angeklagten stehen mit ihren Anwälten im Landgericht im Saal.  © Daniel Bockwoldt/dpa

Sechs Menschen hätten Schocks erlitten oder wurden verletzt, sagte der Staatsanwalt.

Die Verteidiger haben auf Freispruch plädiert.

Titelfoto: Sebastian Willnow/dpa-Zentralbild/dpa

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