G20-Gipfel unter Druck? Tierschützer fordern Ende des globalen Wildtierhandels!

London - Es wäre die vielleicht phänomenalste Errungenschaft des Jahres 2020! Die renommierte internationale Tierschutzorganisation "World Animal Protection" hat ein globales Handelsverbot für wild lebende Tiere gefordert.

Tierschutzaktivisten mit kraftvollem Statement: "Wilde Tiere gehören nicht zu uns, sie gehören in die Wildnis."
Tierschutzaktivisten mit kraftvollem Statement: "Wilde Tiere gehören nicht zu uns, sie gehören in die Wildnis."  © Tatiana Zherebtsova/123RF

Mit einer breit angelegten Kampagne samt Petition und Bildern von gefangenen Wildtieren fordern die Tierschützer die britische Regierung unter Premierminister Boris Johnson auf, das Thema auf die Agenda des nächsten G20-Gipfels zu setzen.

"Jeden Tag werden Tausende von Tieren in einen weltweiten Handel im Wert von mehreren Milliarden Pfund gezwungen - für Lebensmittel getötet, als traditionelle Medizin missbraucht, als 'exotische' Haustiere gehandelt oder in ein Leben voller Leiden in der Unterhaltungsindustrie gezwungen", heißt es auf der Website von "World Animal Protection".

Neben dem Ende des globalen Wildtierhandels fordert die Organisation außerdem ein neues Gesetz zum Verbot des Imports und Exports von Wildtieren und Wildtierprodukten in Großbritannien.

Die oftmals furchtbaren Lebensbedingungen der gefangen gehaltenen Tiere seien eine Brutstätte für Krankheiten, die zu tödlichen Ausbrüchen wie Sars und nun Covid-19 führen würden, argumentieren die Tierschützer weiterhin.

"Angesichts der Auswirkungen und der düsteren Realität der Corona-Pandemie auf der ganzen Welt können wir die Gefahren der Ausbeutung wilder Tiere nicht länger ignorieren", so die Aktivisten. "Wir müssen nicht nur die Schmerzen und Leiden der Tiere beenden, sondern auch den Handel jetzt einstellen, um künftigen globalen Gesundheitskrisen vorzubeugen und unsere Umwelt für kommende Generationen zu schützen."

"World Animal Protection": "Die Methoden, mit denen Tiere aus ihren natürlichen Lebensräumen gerissen werden, sind für sie äußerst belastend und können zu Verletzungen und sogar zum Tod führen."
"World Animal Protection": "Die Methoden, mit denen Tiere aus ihren natürlichen Lebensräumen gerissen werden, sind für sie äußerst belastend und können zu Verletzungen und sogar zum Tod führen."  © budabar/123RF

Der nächste G20-Gipfel soll im November 2020 in der saudi-arabischen Hauptstadt Riad abgehalten werden.

Titelfoto: budabar/123RF

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