Nach G20-Urteilen: Demonstranten fordern Auflösung der Polizei

Hamburg - Mehrere hundert Menschen aus der linken Szene haben am Freitag in Hamburg gegen die ersten Urteile im Zusammenhang mit dem gewaltsamen Aufmarsch beim G20-Gipfel auf der Elbchaussee vor drei Jahren demonstriert.

Demonstranten der Interventionistischen Linken Hamburg halten ein Banner in der Hand.
Demonstranten der Interventionistischen Linken Hamburg halten ein Banner in der Hand.  © Daniel Bockwoldt/dpa

Die meist schwarz gekleideten Demonstranten begannen ihren Protest am Donners Park, der am 7. Juli 2017 auch Ausgangspunkt der Randale gewesen war. 

Begleitet von einem starken Polizeiaufgebot folgten sie der damaligen Strecke durch Altona. Es seien mehr als 300 Teilnehmer gewesen, sagte ein Polizeisprecher.

Auf einem Transparent stand dieselbe Parole, die die Teilnehmer des gewaltsamen Aufmarsches gezeigt hatten: "Whoever they meet - freedom is ungovernable" (Wen immer sie treffen - Freiheit ist unregierbar). 

Auf einem anderen Transparent forderten sie die Auflösung der Polizei Hamburg.

Zuvor hatte eine Jugendkammer am Landgericht drei Angeklagte wegen Landfriedensbruchs und anderer Straftaten zu Haftstrafen verurteilt (TAG24 berichtete). 

Ein 24-Jähriger aus Frankreich bekam eine Strafe von drei Jahren. 

Ein 26-Jähriger aus Flörsheim am Main (Hessen) erhielt ein Jahr und fünf Monate Haft auf Bewährung, ein 24-Jähriger aus Offenbach eine Bewährungsstrafe von einem Jahr und drei Monaten. 

Zwei jüngere Angeklagte im Alter von 20 Jahren müssen jeweils 20 Arbeitseinsätze zu je sechs Stunden leisten. Bei der Randale war nach Angaben der Staatsanwaltschaft ein Schaden von insgesamt einer Million Euro entstanden. 

Sechs Menschen erlitten Schocks oder wurden verletzt.

Titelfoto: Daniel Bockwoldt/dpa

Mehr zum Thema G20:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0