G20-Krawalle: Prozess gegen Aufmarsch am Rodenbarg beginnt!

Hamburg – Vor einer Jugendstrafkammer am Hamburger Landgericht beginnt am Donnerstag (10.30 Uhr) ein Prozess um die gewaltsamen Zwischenfälle am Rondenbarg während des G20-Gipfels im Juli 2017.

Autonome randalieren während des G20-Gipfels im Hamburger Schanzenviertel. (Archivbild)
Autonome randalieren während des G20-Gipfels im Hamburger Schanzenviertel. (Archivbild)  © Markus Scholz/dpa

Den fünf Angeklagten im Alter zwischen 19 und 21 Jahren wird schwerer Landfriedensbruch in Tateinheit mit tätlichem Angriff auf Vollstreckungsbeamte im besonders schweren Fall sowie mit versuchter gefährlicher Körperverletzung vorgeworfen.

Weitere Anklagepunkte sind die Bildung bewaffneter Gruppen und Sachbeschädigung (Az.: 627 KLs 28/19 jug.). Weil die drei Frauen und zwei Männer zur Tatzeit noch Jugendliche waren, findet der Prozess unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.

Die Angeklagten sollen sich an einem Aufmarsch von 150 bis 200 G20-Gegnern beteiligt haben. Aus der Menge der einheitlich schwarz Gekleideten heraus seien Polizisten mit Steinen beworfen worden.

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Die Bundespolizei habe den Aufmarsch in der Straße Rondenbarg gestoppt. Von den Beamten wurde niemand verletzt. Dagegen erlitten nach früheren Angaben der Polizei mindestens 14 G20-Gegner teilweise schwere Verletzungen, als sie versuchten, über ein Geländer zu fliehen.

Die linke Szene hat zu Protesten gegen den Prozess aufgerufen. Zwei der Angeklagten sollen Mitglieder des damaligen Verdi-Bezirksjugendvorstands NRW-Süd gewesen sein. Der Verdi-Bezirk Köln-Bonn-Leverkusen distanzierte sich jedoch von der Aktion und verurteilte jegliche rechtswidrige Gewalt.

Titelfoto: Markus Scholz/dpa

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