Familienvater verhökert geklaute Schutzausrüstung auf eBay: Dafür verprasste er die Kohle!

Liverpool - Ein achtfacher Familienvater aus der Nähe von Liverpool hat über Jahre hinweg seinen Arbeitgeber beklaut. Er zapfte sich Schutzausrüstung für Pharmaunternehmen ab und verhökerte diese im Internet. Vom Gewinn leistete er sich unter anderem zahlreiche VIP-Darts-Reisen sowie die Renovierung seines Hauses.

Mit gestohlener Schutzausrüstung hat Gary Edwards ordentlich Geld gemacht.
Mit gestohlener Schutzausrüstung hat Gary Edwards ordentlich Geld gemacht.  © Friso Gentsch/dpa

Gerade zu Zeiten von Corona war so manche Schutzausrüstung und medizinisches Equipment weltweit Mangelware. 

Einige Menschen machten mit dem Verkauf von überteuerten Produkten in der Ausnahmesituation auch noch ordentlich Reibach.

Wenn man denkt, dreister geht es nicht, dann kommt Gary Edwards daher und setzt sogar noch einen drauf.

Der Achtfach-Vater aus dem Westen Englands bestahl nämlich sein Unternehmen über Jahre hinweg.

Das Unternehmen Supa Safety wurde 2015 von Amanda Maitra gegründet, um persönliche Schutzausrüstung an Pharmaunternehmen und Baufirmen zu liefern. Zwei Jahre später wurde Edward zunächst als Fahrer eingestellt. Bei der Ware handelte es sich um Artikel wie Masken, Handschuhe, Overalls, Schuhe oder auch Einweguniformen.

Weil er sich gut einbrachte, wurde der 40-Jährige 2018 dann als Büro-Manager angestellt. Von da aus hatte er noch leichter Zugriff auf Bestellungen und die Geschäftsbücher.

Über 30.000 Euro machte Gary Edwards mit seiner Masche

In Summe hat er bis zu seinem Auffliegen wohl umgerechnet knapp 34.000 Euro damit verdient, Schutzbekleidungsbestände abzuzwacken und über eBay zu verkaufen. Er flog von dem Geld zu teuren VIP-Darts-Treffen, renovierte sein Haus und nutzte das Geld, um seine Familie zu ernähren.

Der dreiste Dieb machte nicht einmal Halt davor, als seine Chefin aufgrund von stetig schlechteren Geschäftszahlen eine Filiale schließen und Mitarbeiter entlassen musste, berichtet "Sun". Und auch zu Beginn der Corona-Pandemie ereilte Edward kein Funken Anstand oder Reue. 

Er machte mit seinem Geschäft weiter, wurde immer gieriger, bis die Chefin ihm letztlich durch einen Zufall, jedoch aber viel zu spät, auf die Schliche gekommen war.

Er verkaufte, gerade zu größten Notzeiten während dem Beginn der Corona-Pandemie, "seine" Ware teilweise für das achtfache des Normalpreises.

Schließlich verknackte ihn der Richter für zwei Jahre und vier Monate. Edward selbst zeigte vor Gericht weder Reue noch irgend eine Reaktion.

Titelfoto: Friso Gentsch/dpa ; Screenshot/Twitter The Sun

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