Hunderte Besucher am Strand, Mann nach Klippensprung in Lebensgefahr

Wareham - Der gelockerte Lockdown sowie schönes Wetter brachten zahlreiche Menschen in Großbritannien auf die Idee, schwimmen zu gehen. Bei einem Touristen-Hotspot kam es dabei zu drei schweren Unfällen.

Zahlreiche Menschen halten sich am Strand bei Durdle Door, einer natürlichen Felsbrücke aus Kalkstein, auf, obwohl der Gemeinderat von Dorset den Strand für die Öffentlichkeit geschlossen hat, nachdem sich drei Menschen bei Sprüngen von den Felsen schwer verletzt hatten.
Zahlreiche Menschen halten sich am Strand bei Durdle Door, einer natürlichen Felsbrücke aus Kalkstein, auf, obwohl der Gemeinderat von Dorset den Strand für die Öffentlichkeit geschlossen hat, nachdem sich drei Menschen bei Sprüngen von den Felsen schwer verletzt hatten.  © Andrew Matthews/PA Wire/dpa

Endlich wieder Sonne tanken und Wasser genießen! Das dachten sich die Briten, die sich am Samstagmorgen auf nach Durdle Door machten. Der natürliche Kalksteinbogen an der Südküste Englands bietet einen traumhaften Strand, eine malerische Landschaft und vor allem für mutige Klippenspringer den optimalen Ausgangspunkt.

Am Samstag setzten hier drei junge Männer ihr Leben aufs Spiel. Einem Bericht der britischen Webseite "The Sun" zufolge kämpft ein Mann noch um sein Leben, nachdem er von 60 Metern Höhe in das Wasser sprang. 

Der andere Mann hat schwerwiegende Verletzungen an der Wirbelsäule nach seinem Sprung erhalten. Eine dritte Person habe sich ihr Bein gebrochen. Alle Beteiligten sollen sich in ihren 20ern befinden.

Anscheinend kannten sich die drei Männer nicht. Der erste Vorfall soll sich gegen vier Uhr nachmittags ereignet haben. Der Mann, der nun nach wie vor um sein Leben kämpft, hatte direkt vor Ort vor hunderten von Menschen eine Herz-Lungen-Wiederbelebung erhalten.

Der zweite Mann, welche sich die Wirbelsäule verletzte, wurde wenig später ebenfalls mit dem ersten Opfer per Hubschrauber ins Krankenhaus gebracht. Die Sanitäter fanden schließlich einen dritten verletzten Mann, der auf den Klippen kollabiert war. Er hatte sich sein Bein gebrochen. Er wurde in dasselbe Krankenhaus wie die beiden anderen, nur lediglich per Straße, gebracht.

Um den Hubschrauber bei der Landung genügend Platz zu machen, versammelten sich alle Menschen, die zuvor am Strand verteilt lagen, auf engsten Raum. Kurz nach den Lockerungen sind diese Szenen kein schöner Anblick. 

Besonders krass kam es nach den Vorfällen am Sonntag. Tatsächlich sprangen erneut Menschen von den Klippen. Die Behörden hatten reagiert und die Straßen rund um Durdle Door gesperrt. Dennoch kamen erneut zahlreiche Personen an den Strand.

Titelfoto: Andrew Matthews/PA Wire/dpa

Mehr zum Thema Großbritannien:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0