Strände voller Menschen: Von Corona-Abstand keine Spur

Bournemouth - Trotz Corona-Pandemie sind am Donnerstag Zehntausende Briten an die Küsten im Süden ihres Landes gestürmt.

Am Strand von Bournemouth ist nichts von Abständen zu sehen.
Am Strand von Bournemouth ist nichts von Abständen zu sehen.  © Andrew Matthews/PA Wire/dpa

In Bournemouth mussten die Einsatzkräfte sogar einen "ernsten Zwischenfall" auslösen, weil die Lage nicht mehr beherrschbar war. Das gibt den Einsatzkräften mehr Rechte und Abstimmungsmöglichkeiten.

Solche Menschenmengen habe es sonst nur an den Feiertagen gegeben, teilten Vertreter der Stadt mit. 

"Wir sind absolut entsetzt über die Szenen, die an unseren Stränden .... in den letzten 24 bis 48 Stunden zu sehen waren." 

Einsatzkräfte klagten unter anderem über illegales Parken, Verkehrskollaps, Müllverschmutzungen, aggressives Verhalten der Strandbesucher und Alkoholmissbrauch bei hohen Temperaturen.

Der Donnerstag war der bisher heißeste Tag des Jahres in England. Am Nachmittag wurden über 33 Grad am Großflughafen London-Heathrow gemessen.

Gesundheitsminister Matt Hancock forderte auf Twitter seine Landsleute auf: "Wir alle wollen draußen sein und den herrlichen Sonnenschein genießen. Aber wenn Sie unterwegs sind, verhalten Sie sich sicher und halten Sie die Regeln zur sozialen Distanz ein."

Eine große Menschenmenge verbringt den sonnigen, heißen Tag an einem Kieselstrand in Brighton.
Eine große Menschenmenge verbringt den sonnigen, heißen Tag an einem Kieselstrand in Brighton.  © Gareth Fuller/PA Wire/dpa

Innerhalb Englands sind auch in der Corona-Krise Tagesausflüge erlaubt. Damit zieht es unter anderem Menschen aus der Millionen-Metropole London an die Küsten. Großbritannien ist das am schlimmsten von der Pandemie betroffene Land in Europa.

Titelfoto: Andrew Matthews/PA Wire/dpa

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