Irans Präsident vergleicht US-Sanktionen mit Tod von George Floyd

New York - Der iranische Präsident Hassan Ruhani hat die weitreichenden US-Sanktionen gegen Teheran mit der Tötung des Afroamerikaners George Floyd bei einem Polizeieinsatz in den USA verglichen.

Iran, Teheran: Hassan Ruhani spricht während einer Aufzeichnung für eine Videobotschaft anlässlich des Beginns der Generaldebatte der 75. UN-Vollversammlung.
Iran, Teheran: Hassan Ruhani spricht während einer Aufzeichnung für eine Videobotschaft anlässlich des Beginns der Generaldebatte der 75. UN-Vollversammlung.  © -/Iranian Presidency/dpa

"Die Bilder über den Umgang der amerikanischen Polizei mit einem demonstrierenden US-Bürger sind für uns nicht Neues. Das Knie auf dem Hals des US-Bürgers ist wie das Knie des Imperialismus auf dem Hals unabhängiger Staaten", sagte Ruhani am Dienstag in seiner Videoansprache bei der UN-Generaldebatte in New York.

Der Iran zahle seit Jahrzehnten einen "ähnlich hohen Preis". Gegenwärtig sei die iranische Bevölkerung den "härtesten Sanktionen" durch die USA ausgesetzt.

US-Präsident Donald Trump fährt gegenüber dem Iran eine Kurs des "maximalen Drucks" und hat zahlreiche Sanktionen gegen das Land verhängt.

Ruhani spielte mit seinem Vergleich auf die Tötung des schwarzen Amerikaners George Floyd Ende Mai bei einem brutalen Polizeieinsatz in der US-Großstadt Minneapolis an.

Ein weißer Beamter drückte sein Knie minutenlang auf Floyds Hals, während dieser flehte, ihn atmen zu lassen. Floyd verlor das Bewusstsein und starb. Sein Tod führte im ganzen Land zu Massenprotesten gegen Polizeigewalt und Rassismus.

USA, New York: Die vorab aufgezeichnete Videobotschaft von Donald Trump wird zu Beginn der Generaldebatte der 75. UN-Vollversammlung im Hauptquartier gezeigt.
USA, New York: Die vorab aufgezeichnete Videobotschaft von Donald Trump wird zu Beginn der Generaldebatte der 75. UN-Vollversammlung im Hauptquartier gezeigt.  © Un Photo/Rick Bajornas/UN Photo/AP/dpa

Die Generaldebatte der Vereinten Nationen findet dieses Jahr wegen der Corona-Pandemie größtenteils virtuell statt. Die Vertreter aller 193 Mitgliedsstaaten - darunter weit mehr als 150 Staats- und Regierungschefs - sprechen nicht wie normalerweise im UN-Hauptquartier in New York, sondern per vorab aufgezeichneten Video-Reden.

Titelfoto: -/Iranian Presidency/dpa, Un Photo/Rick Bajornas/UN Photo/AP/dpa

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