International isoliert? Putins Freunde in der Welt

Moskau - Drushba! Freundschaft!: Der Westen gibt alles, um Russland auf internationalem Parkett zu isolieren. Doch Präsident Putin (69) hat nicht nur Feinde in der Welt. Eine Übersicht:

Der syrische Präsident Baschar al-Assad (56) demonstriert Schulterschluss, weil die Nato für ihn eine Bedrohung darstellt.
Der syrische Präsident Baschar al-Assad (56) demonstriert Schulterschluss, weil die Nato für ihn eine Bedrohung darstellt.  © Uncredited/SANA/AP/dpa

China: Die Volksrepublik und Russland haben in der Vergangenheit betont, enger zusammen arbeiten zu wollen, gemeinsame Militärmanöver wurden bereits abgehalten. Die beiden sind sich außerdem einig, dass die USA und ihre westlichen Partner Schuld an der aktuellen Situation sind. Aber: Eine klare Positionierung pro Russland gab es bislang nicht, der chinesische Außenminister Wang Yi (68) betonte auch, dass die "Souveränität eines jeden Landes" gewahrt werden müsse.

Belarus (eh. Weißrussland): Die innige Freundschaft der beiden Staaten ist schon lang kein Geheimnis mehr. Die letzte gemeinsame Militärübung ging quasi nahtlos in den Ukraine-Krieg über. Belarus' Machthaber Alexander Lukaschenko (67) beteuert aber, dass seine Truppen nicht involviert wären.

Syrien: Der syrische Präsident Baschar al-Assad (56) demonstrierte schon zu Beginn der Invasion den Schulterschluss der beiden Despoten. "Was heute geschieht, ist eine Korrektur der Geschichte", sagte er. Die NATO ist für ihn eine "Bedrohung für die ganze Welt". Moskau half dem Machthaber dabei, im Syrienkrieg die Oberhand zu behalten. Dafür bombardierten sie unter anderem die syrische Bevölkerung.

Auf internationalem Terrain hat Russlands Präsident Wladimir Putin (69) auch einige Verbündete hinter sich.
Auf internationalem Terrain hat Russlands Präsident Wladimir Putin (69) auch einige Verbündete hinter sich.  © Alexei Nikolsky/POOL SPUTNIK KREMLIN/AP/dpa

Ein Großteil der indischen Militärausstattung stammt aus Russland

Narendra Modi (71) hat Russland zum "Ende der Gewalt" aufgefordert, sich aber nicht von Putin oder dem Angriff auf die Ukraine distanziert.
Narendra Modi (71) hat Russland zum "Ende der Gewalt" aufgefordert, sich aber nicht von Putin oder dem Angriff auf die Ukraine distanziert.  © -/Press Information Bureau/AP/dpa

Myanmar: Das aktuelle Militärregime in dem asiatischen Land zeigte zuletzt Verständnis für Putins Vorgehen. Es wäre nur das Handeln einer "Weltmacht", die ihre "Souveränität festigen" möchte. Diese angebliche Weltmacht liefert fleißig Waffen an die sogenannte Junta, die gerade vorm internationalen Gerichtshof für Vertreibung, Vergewaltigung und Mord angeklagt ist.Venezuela, Kuba,

Nicaragua: Auch auf dem südamerikanischen Kontinent tummeln sich viele Freunde Putins. Venezuela verurteilte die NATO via Twitter, sie hätten das Minsker Abkommen gebrochen und damit Russland bedroht.

Indien: Auch wenn der indische Premierminister Narendra Modi (71) Putin zum "Ende der Gewalt" aufgeforderte, den Angriff verurteilt oder sich gar von der russischen Föderation distanziert hat er nicht. Sanktionen liegen ebenfalls nicht auf dem Tisch.

Sie finden am wenigsten Beachtung: Diese humanitären Krisen hat die Welt vergessen
Krisen Sie finden am wenigsten Beachtung: Diese humanitären Krisen hat die Welt vergessen

Seit Sowjetzeiten sind die beiden Länder per Du, ein Großteil der indischen Militärausstattung stammt aus Russland.

Titelfoto: Montage: Uncredited/SANA/AP/dpa, -/Press Information Bureau/AP/dpa

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